Vom Baum zum Runden Tisch

Bei eisigen Temperaturen harren hungerstreikende Flüchtlinge in der Münchener Innenstadt eine Nacht lang auf Bäumen aus. Am Morgen klettern sie entkräftet herunter.

Nach der Räumung eines Flüchtlingscamps in der Münchener Innenstadt sind einige Hungerstreikende auf Bäume geflohen und haben dort die Nacht verbracht. Am Donnerstagmorgen kletterten die Männer nach längeren Verhandlungen herunter und wurden medizinisch versorgt; einer kam wegen Unterkühlung in eine Klinik. Polizei und Stadtverwaltung zeigten sich erleichtert, dass der Einsatz glimpflich verlief. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) begrüßte das Ende des Hungerstreiks. "Die Gefahr für Leib und Leben war zu groß." Der Minister kritisierte erneut die Vorgehensweise und "unerfüllbaren" Forderungen der Hungerstreikenden.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) bot an, einen Runden Tisch zu organisieren. "Wir brauchen einen Plan, um Flüchtlinge in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu integrieren." Die Flüchtlinge zeigten sich nach der Diskussion mit Reiter zufrieden. Sie hoffen nun auf das Gespräch. Dort wollen sie ihre Anliegen erneut vortragen.
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