Vom Wandel der Kirchweih - vom Ursprung bis zur Gegenwart:
Religiosität versus Partystimmung

Ursprünglich entstand die Kirwa, um den Namenstag des Schutzheiligen der Kirche eines jeden Dorfes zu feiern. Und das im ganz klassischen Sinne: Kirchgang mit anschließendem Treffen auf dem Marktplatz. Dort konnten die Bewohner dann Waren von vorbeiziehenden Händlern kaufen. Früher wurden auch Maßnahmen gegen Inzucht ergriffen: Die Kirwaburschen mussten sich Mädels aus einem anderen Ort suchen. Da geht es heutzutage schon etwas wilder zu: Feierwütige Kirwapaare grölen eine Woche lang "O Kirwa, lou niat nou", schmücken den Kirwabaum, schlüpfen in ihre Lederhosen bzw. Dirndln und vernichten jede Menge Alkohol. Beim Austanzen wird ein Oberkirwapaar gekürt, das dann am Kirwamontag die Verlosung übernimmt. Der einstige religiöse Kern der Veranstaltung ist also weit in den Hintergrund gerückt. (aja)
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