Wachwechsel bei Oberpfälzer CSU
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Barbing. (nt/az) Als letzte der Bezirke in Bayern wählen die ostbayerischen CSU-Mitglieder am Wochenende ihre neuen Vorstände. Eine Änderung an der Spitze wird es auf jedem Fall bei der CSU in der Oberpfalz geben. Dort tritt Emilia Müller nicht mehr an. Die 63-Jährige war 2008 zur neuen Bezirksvorsitzenden gewählt worden. 2009, 2011 und 2013 wurde sie mit großer Mehrheit bestätigt. Seit Herbst 2013 ist sie auch Staatsministerin für Arbeit und Soziales, Familie und Integration. Es ist Müllers erster öffentlicher Auftritt nach Verletzung durch eine Sturz im Landtag vor einem Monat.

Einziger Kandidat am Samstag in Barbing bei Regensburg ist Albert Füracker. Der 47-Jährige wurde in Parsberg (Kreis Neumarkt) geboren und ist seit Herbst 2013 Staatssekretär der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Beim Bezirksparteitag wird auch Ministerpräsident Horst Seehofer sprechen.

In Niederbayern tritt erneut der amtierende Vorsitzende Manfred Weber an. An seiner Wiederwahl gibt es keine Zweifel. Allzu lange wird er der niederbayerischen CSU aber wohl nicht erhalten bleiben. Seehofer will den 43-Jährigen im November beim Parteitag als stellvertretenden CSU-Vorsitzenden vorschlagen. "Laut Parteisatzung müsste Manfred Weber dann seinen Bezirksvorsitz niederlegen. Es gibt keine Möglichkeit beide Ämter anzutreten", sagte CSU-Sprecher Jürgen Fischer. Weber leitet zudem seit Sommer 2013 die konservative EVP-Fraktion, die größte Fraktion im Europaparlament.
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