Wahl-Analyse

Die SPD hat den Wahlsieg in Hamburg nach Ansicht von Wahlforschern vor allem der Person Olaf Scholz und der hohen Wirtschaftskompetenz ihres Landesverbandes zu verdanken. Ihr sei es gelungen "mit atypisch hoher Ökonomiekompetenz bis weit ins hanseatisch-wirtschaftsliberale Bürgertum" zu punkten, erläuterte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen am Sonntagabend. Scholz habe sich als Bürgermeister mit Bestwerten für Ansehen und Arbeit selbst von in Hamburg geschätzten Ex-Bürgermeistern wie Klaus von Dohnanyi, Henning Voscherau oder Ole von Beust abgesetzt.

Das CDU-Fiasko gehe auf das Konto der Landespartei - denn die CDU als Bundespartei werde von den Hamburgern sehr positiv bewertet. Die Forscher interpretierten das Wahlergebnis als rein hanseatisch geprägt und nicht von der Bundespolitik überlagert.

Laut Wahlanalyse schaffte es die FDP für 29 Prozent wegen der Inhalte in die Bürgerschaft, aber für 59 Prozent wegen der Spitzenkandidatin Katja Suding. (dpa)
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