Waldbrand durch Forstminister

Am Geschichtswettbewerb beteiligten sich in Bayern 446 Jugendliche mit 86 Beiträgen. Auch Schüler aus der Oberpfalz waren bei dem Wettbewerb erfolgreich. Bild: Kusch

Just der bayerische Forstminister, der sonst vor Waldbränden warnt, hat einen solchen selbst verursacht. Folge: Keine Schäden, nur am Image des schuldbewussten Helmut Brunner.

Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) hat versehentlich in seinem eigenen Wald einen Brand entfacht. Auf seinem Hof im niederbayerischen Landkreis Regen hatte er am Samstag Gartenabfälle verbrannt.

Die scheinbar gelöschte Glut kippte er in ein Wäldchen auf seinem Grund. Stunden später schlugen Flammen hoch. Entsprechende Medienberichte bestätigte das Agrarministerium am Mittwoch in München.

Brunner habe selbst die Feuerwehr alarmiert, hieß es. Da aber in dem Gebiet im Bayerischen Wald angesichts der Trockenheit erhöhte Waldbrandgefahr herrschte, sei vorsichtshalber gleich ein halbes Dutzend Feuerwehren angerückt. Schäden seien durch das Feuer nicht entstanden. "Es ist nichts weiter passiert, doch ich werde künftig noch vorsichtiger sein", sagte Brunner der "Passauer Neuen Presse".

Die Leitende Oberstaatsanwältin in Deggendorf, Kunigunde Schwaiberger, sagte, es sei kein Straftatbestand erfüllt. Ihre Behörde habe geprüft, ob es sich um das fahrlässige "Herbeiführen einer Brandgefahr" gehandelt haben könnte. Das sei aber nicht der Fall, zumal sich das Feuer auf Brunners eigenem Grundstück entzündet habe. Die Polizei prüfe nun noch, ob eine Ordnungswidrigkeit infrage komme.

"Ist mir sehr peinlich"

Der Minister hatte qua Amt selbst im Sommer immer wieder vor der Waldbrandgefahr gewarnt. "Ich habe das total unterschätzt. Das ist mir sehr peinlich. Man kann nicht vorsichtig genug sein", sagte er nun dem Bayerischen Rundfunk.
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