Waldemar Hartmanns Blackout bei "Wer wird Millionär?"
«Waldi» patzt bei Fußball-Frage

Waldemar Hartmann. Bild: dpa
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Deutschland und die Welt
22.11.2013
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Berlin. (dpa) Ein klarer Fall von Blackout: Ausgerechnet bei einer Fußball-Frage hat sich Sportexperte Waldemar Hartmann als Telefonjoker in Günther Jauchs Sendung «Wer wird Millionär?» blamiert. Der 65-Jährige gab in dem am Donnerstagabend ausgestrahlten Prominentenspecial der RTL-Quizshow bei der 64 000-Euro-Frage («Welche Fußballnation konnte bei den bisherigen 19 Weltmeisterschaften nie den Titel im eigenen Land gewinnen?») die falsche Antwort.

Hartmann, als Telefonjoker von den beiden «Supertalent»-Juroren Lena Gercke (25) und Guido Maria Kretschmer (48) zurate gezogen, legte sich in den 30 Sekunden Zeit, die ihm zur telefonischen Hilfestellung blieben, auf Deutschland fest. Richtig war Brasilien. Zur Wahl standen noch Frankreich und Argentinien, die wie Deutschland jeweils im eigenen Land den Titel holten.

Nach der Aufzeichnung hatte Hartmann nach Jauchs Angaben gleich zum Telefon gegriffen und ihn angerufen. «Blackout ist Blackout», sagte Jauch am Abend der Ausstrahlung bei einer Preisverleihung in München. «Er hat es sofort gewusst», sagte Jauch und fügte lachend hinzu: «Waldi bleibt weiter ein guter Kumpel.» Aus dem Umfeld der Show hieß es, Hartmann sei «geknickt» gewesen, der Lapsus werde ihn ein Leben lang verfolgen - ähnlich wie die Bier-Geschichte im Interview mit Rudi Völler.

Damals, im Herbst 2003, hatte Hartmann als ARD-Reporter nach einem müden 0:0 bei der EM-Qualifikation in Island im Interview mit dem Teamchef Völler dessen ganze Wut zu spüren bekommen. Der Streit gipfelte in Völlers Worten: «Du sitzt hier locker bequem auf deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken...» Hartmann hatte Glück, denn dieser legendäre Konflikt bescherte ihm einen Werbevertrag mit einer Brauerei. Aber dieses Mal?

In Jauchs Prominentenspecial am Donnerstag beharrte Hartmann auch nach der falschen Antwort auf seiner Meinung: «Da gibt es ja nur eins. Deutschland hat natürlich im eigenen Land keine WM gewonnen!» Dann fügte er noch an: «Noch nie im eigenen Land... Kann man in "Dritte Halbzeit", in meinem Buch, nachlesen.»

Dann preschte Jauch dazwischen: «Ich sage nur: Kopf und Kragen!» und schlug beide Hände über dem Kopf zusammen. Unter den beiden Kandidaten nahmen die Zweifel zu - sie setzten zusätzlich den Publikumsjoker ein. Die Zuschauer antworten mit A (Brasilien): 48 Prozent, B (Deutschland): 1 Prozent, C (Argentinien): 11 Prozent und D (Frankreich): 40 Prozent. Jauch: «Demzufolge muss Deutschland mal eine Weltmeisterschaft gewonnen haben – im eigenen Land. Das ist ja der Wahnsinn! Womöglich noch in München. Endspiel....» Kretschmer legte sich daher auf Brasilien fest.

Noch bevor die beiden bei Hartmann anriefen, hatte Lena Gercke, Lebensgefährtin von Fußball-Nationalspieler Sami Khedira, über Hartmann gesagt: «Der muss das wissen. Er hat zu mir gesagt: "Lena, ich weiß alles. Egal in welcher Sportart".» Jauch machte sich daraus einen kleinen Spaß: «Das hat "Waldi" immer gesagt. Deswegen freue ich mich über die Fallhöhe, die "Waldi" jetzt bei diesem Telefonanruf hat.»

Gercke und Kretschmer kamen zum Schluss auf einen Gewinn von 125 000 Euro, Komiker Olaf Schubert erspielte die gleiche Summe, FDP-Politiker Wolfgang Kubicki brachte es auf 64 000 Euro, ebenso Jauchs afghanische TV-Kollegin Khatera Yusufi, die in ihrem Heimatland «Wer wird Millionär?» moderiert. Die Gewinne fließen an die Stiftung «RTL - Wir helfen Kindern». Das Prominentenspecial war Teil des 24-stündigen RTL-Spendenmarathons, der am Donnerstagabend um 18 Uhr begann.
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