Weiden begrüßt fünf Flüchtlingsfamilien
Jüngster Flüchtling ist ein Baby

Regionaldekan Gerhard Pausch öffnet die Türen: In die ehemalige Mesner- und Hausmeisterwohnung ziehen heute Familien aus Syrien, Afghanistan und der Ukraine ein. Bild: Götz
Weiden.(ca) Die Stadt Weiden ist vorbereitet. In die Hausmeisterwohnung im Pfarrheim Herz Jesu ziehen 16 Personen ein. Dabei handelt es sich um eine syrische Familie (mit Kindern 1 und 4 Jahre), eine afghanische Familie (ein sechs Monate altes Baby und ein 4-jähriges Kind). Dazu kommen eine ukrainische Familie mit einer erwachsenen Tochter und ein syrisches Ehepaar. Außerdem wird eine Familie mit einem Säugling aus der übervollen Gemeinschaftsunterkunft "Camp Pitman" in die Lerchenfeldstraße verlegt.

Die Pfarrei plant für alle eine Willkommensfeier gegen 18 Uhr. Es gibt Kuchen und Tee und einen Willkommensgruß in allen Sprachen. "Uns freut's, dass sie kommen", sagt Regionaldekan Gerhard Pausch. "Unsere Gemeinde steht dahinter."

Gleichzeitig wird in den Räumen von "Mobile" im alten Schlachthof eine fünfköpfige Familie aus Syrien einquartiert. Auch diese Familie hat kleine Kinder dabei: geboren 2009, 2011 und 2013. Sozialamtsleiter Christian Hölzl koordiniert für die Stadt die Ankunft. "Alles ist komplett eingerichtet. Wir werden sehen, was noch gebraucht wird."

Die Zahl der Asylbewerber in Weiden steigt damit etwas an. Ungefähr 130 Menschen leben aktuell in der Gemeinschaftsunterkunft "Camp Pitman". 40 Personen sind dezentral in Wohnungen im Stadtgebiet untergebracht. Dazu kommen noch 20 "UMFs": unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Diese Jugendlichen leben in Wohngruppen, unter anderem der Loew'schen Einrichtungen. Eine Entscheidung, ob die alte Hauptpost ab Frühjahr als Unterbringungsmöglichkeit dienen könnte, ist laut Regierungssprecher Joseph Karl noch nicht gefallen.

"Die Stadt Weiden hat nach dem Krieg schon einmal die schützende Hand über Flüchtlinge gehalten", erinnert OB Kurt Seggewiß. "Jetzt sind wir wieder in der Situation, dass Flüchtlinge kommen. Und wir werden auch diese Situation gemeinsam meistern." Der Oberbürgermeister will bei der Willkommensfeier ebenfalls dabei sein.
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