Weit oben, aber nicht blind

Der Schweizer Extrem-Akrobat und mehrfache Weltrekordler Freddy Nock hat bei einer riskanten Aktion 347 Meter auf einem dünnen Seil zwischen zwei Alpenbergen zurückgelegt. Allerdings verzichtete der 50-jährige fünffache Vater am Freitag auf seinen Plan, bei dem Hochseilakt in mehr als 3500 Meter Höhe zwischen dem Piz Bernina und dem Piz Prievlus im Oberengadin einen licht- und blickdichten Helm zu tragen. Für die Strecke brauchte er nach eigenen Angaben rund 25 Minuten.

Laut einer Sprecherin des Guinness-Buches der Rekorde in London hat er damit alle Anforderungen für den Weltrekord für den höchsten Lauf auf einem Seil mit Bodenkontakt erfüllt.

Praktisch blind auf dem nur 18 Millimeter dünnen Seil zu gehen, sei ihm angesichts der konkreten Umstände dann doch zu riskant erschienen, sagte Nock zu Reportern. "Das war mein Bauchgefühl." Das Seil habe nicht so stark gespannt werden können, wie dies für einen Blindlauf erforderlich gewesen wäre. Ursprünglich wollte Freddy Nock jeweils einen Rekord für den höchsten und den längsten Blind-Seillauf aufstellen.
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