Welches Geschenk für wen passt - Bei Präsenten für Kinder vorsichtshalber bei den Eltern ...
Für Bekannte oder die Liebste...

Bei manchem ist die Liste lang: Zu Weihnachten soll jeder etwas bekommen - von der Ehefrau über Onkel und Neffe bis zur Nachbarin oder der Bekannten aus dem Sportverein. Vor dem Weg ins Geschäft sollten dabei ein paar Gedankenspiele stehen.

Ein Geschenk sagt immer etwas über die Beziehung aus - im Idealfall passt es also genau zum Beschenkten. Dann ist die Freude am größten. Wer gut schenken will, muss also einfühlsam sein. Oder er fängt früh genug an, die Bedürfnisse seiner Lieben zu analysieren.

Mit der richtigen Wahl lässt sich punkten - und mit der falschen verliert man: "Wie gut das Geschenk ankommt, reflektiert die soziale Beziehung", erklärt der Sozialpsychologe Prof. Fritz Strack von der Universität Würzburg. Planung kann helfen, Notkäufe zu vermeiden.

Entscheidend ist dabei, in welchem Verhältnis der Schenker zum Beschenkten steht und wie gut er ihn kennt.

Für entfernte Bekannte und Verwandte

Hier ist die Wahl des Präsents unkompliziert. "Da schenkt man am besten Standards wie Wein, eine Krawatte oder Socken - auch, um Fettnäpfchen zu vermeiden", rät Strack.

Ehrlichkeit hilft ebenso - auf jeden Fall mehr, als wahllos irgendetwas zu kaufen, sagt Karin Joder, Psychologin aus Kiel: "Stress kann vermieden werden, indem man zum Beispiel vereinbart, dieses Jahr auf Weihnachtsgeschenke zu verzichten."

Für Freunde,Familie und Partner

Im privaten Kreis ist das Schenken weitaus komplizierter. "Hier ist die eigentliche Bedeutung von Geschenken wichtig. Sie sollen aussagen, dass man jemanden liebhat", sagt Joder.

Daher sei es bei Freunden, der Familie und dem Partner wichtig, sich möglichst genau in die zu beschenkende Person hineinzuversetzen und zu überlegen: "Was würde ich mir jetzt wünschen?", rät Strack.

Für Kinder und Enkel

Bei Kindern ist das Erspüren der Wünsche meist gar nicht erforderlich. Sie schreiben oft ganz direkt einen Brief ans Christkind. "Diese Wunschliste können Eltern einfach abarbeiten", sagt Joder. Und auch ohne Liste gebe es selten Probleme, denn "Kinder sagen eigentlich, was sie sich wünschen", sagt Annelie Dott, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin aus Köln.

Großeltern, Tanten und Onkel fragen aber vor allem bei Kleinkindern besser die Eltern, rät Joder. Sonst kann es Enttäuschungen oder Doppelungen geben. Denn an Weihnachten werden Kinder oft "mit Geschenken überflutet".

Für den Partner

"Es lohnt sich, schon lange vor Weihnachten darauf zu achten, was sich der Partner wünscht", sagt Joder. Durch das frühzeitige Suchen lässt sich Stress vor den Festtagen vermeiden.

In Nebensätzen verstecken sich häufig Wünsche, die am besten gleich aufgeschrieben werden. Der Idealfall sei es, das ganze Jahr über schon Geschenke zu sammeln - ein Geheimversteck ist dann natürlich Voraussetzung für die Überraschung an Heiligabend.

Bei der Wahl der Gabe für den Partner ist es besonders wichtig, zu beobachten, wie es ihm gerade geht und in welcher Situation er sich befindet. Ist er gestresst oder kann er etwas dringend brauchen, das er sich aber nicht selbst kauft? Fragen dieser Art können Dott zufolge helfen, das richtige Geschenk zu finden. (Fortsetzung...)
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.