Weniger Neuinfektionen - Bundesregierung warnt aber vor Nachlässigkeit
Kampf gegen Ebola: Erste Erfolge

Trotz erster Erfolge hat die Bundesregierung davor gewarnt, im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika nachzulassen. "Wir sehen Licht am Ende des Tunnels", sagte der Beauftragte der Bundesregierung, Walter Lindner, am Freitag in Berlin. Aber Guinea, Liberia und Sierra Leone müssten völlig Ebola-frei gemacht werden. Noch gebe es Infektionsherde über die Länder verstreut. Es bestehe aber die Hoffnung, die Epidemie in einem halben Jahr in den Griff zu bekommen.

Lindner, der gerade aus Westafrika zurückkam, berichtete, dass die Zahl der Neuinfektionen pro Woche unter 100 läge. Vor Weihnachten seien es noch etwa 300 gewesen.

Am Vortag wurde bekannt, dass ein weiterer Ebola-Impfstoff (ChAd3) gut verträglich sei und das Immunsystem aktiviere. Ob es allerdings für eine erfolgreiche Abwehrreaktion des Körpers ausreiche, müssten weitere Tests zeigen. Bereits im November hatten US-Forscher einen sehr ähnlichen Impfstoff vorgestellt. Die Weltgesundheitsorganisation registrierte in Guinea, Liberia und Sierra Leone bislang über 22 100 Erkrankungen, mehr als 8800 Menschen starben
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