Weniger Schulden als andere

Ein dickes Werk ist der Haushalt 2015, den Bürgermeister Josef Schmidkonz am Montag mit den Markträten beschlossen hat. Bild: wg

Keine größeren Probleme bereitete der Haushalt diesmal dank der vergangenes Jahr geschaffenen Rücklagen. Einstimmig billigte der Marktrat den Entwurf.

Wie immer hatte das Gremium den Etat in einer separaten Sitzung vorberaten. Bei der Sitzung am Montag verlas Bürgermeister Josef Schmidkonz das Schreiben des Landratsamtes, wonach der Haushalt rechtsaufsichtlich geprüft und ohne Einwände abgesegnet wurde. Eine Kreditaufnahme in Höhe von 300 000 Euro ist vorgesehen. Damit sind auch einige Investitionen möglich.

Die Zuführung zum Vermögenshaushalt liege deutlich über der Tilgung, auch die jährlichen Tilgungen werden in den nächsten Jahren dank auslaufender Darlehensverträge rückläufig sein, erklärte der Bürgermeister. Die Verschuldung Ende des Jahres beträgt voraussichtlich 1 Million Euro, das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 556 Euro. "Der Landesdurchschnitt vergleichbar großer Gemeinden liegt bei 714 Euro", so Schmidkonz. Ende 2014 hatte jeder Einwohner rechnerisch 472 Euro Schulden

Der Markt verfügt laut Landratsamt auch künftig über ausreichend Rücklagen. "Jetzt können wir unsere Projekte angreifen, der Haushalt steht", freute sich Josef Schmidkonz. Die Steuerhebesätze bleiben unverändert und belaufen sich bei der Grundsteuer A und B auf 320 von Hundert. Auch die Gewerbesteuer wurde bei 320 von Hundert belassen.

Der Verwaltungshaushalt 2015 erwirtschaftet eine Zuführung an den Vermögenshaushalt deutlich über der ordentlichen. Das soll auch in den drei folgenden Jahren der Fall sein. Haupteinnahmequellen des Verwaltungshaushalts sind wie bisher die Schlüsselzuweisung (734 080 Euro), die Einkommensteuerbeteiligung (633 150 Euro), die Gewerbesteuer (120 000 Euro) und das Aufkommen aus der Grundsteuer (151 900 Euro). Diese Einnahmen zusammen machen 65 Prozent aus und bilden die wesentlichen Säulen der Finanzausstattung. Das Steuernettoaufkommen erhöht sich gegenüber dem Ansatz des Vorjahres voraussichtlich um rund 117 700 Euro.

Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt bleiben die Personalausgaben mit 761 479 Euro (30 Prozent) der größte Ausgabeposten. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich durch tarifliche Mehrkosten und Stellenmehrung für das Kinderhaus eine weitere Steigerung um rund 43 000 Euro. Die Kreisumlage ist der größte Einzelposten und beträgt 628 938 Euro, das sind etwa 25 Prozent der Gesamtausgaben.

Der Marktgemeinderat sprach sich für die Beibehaltung der freiwilligen Leistungen aus. Die Vereinszuschüsse, vor allem für die Jugendarbeit, werden aufrecht erhalten und in der bisherigen Form ausbezahlt.
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