"Wenn ich dem Verein helfen kann, dann helfe ich gern"
Josef Hefner springt gerne ein

In seiner ersten Amtszeit bei den Blue Devils ging Josef Hefner an der Bande immer voll mit, das dürfte diesmal nicht anders sein. Seit Dienstag ist Hefner für den erkrankten Cheftrainer Fred Carroll für das Oberliga-Team verantwortlich. Bild: Gebert
Weiden. (gb) Als am Montagabend feststand, dass die Erkrankung von Fred Carroll doch schlimmer ist als befürchtet, machten sich die Verantwortlichen des 1. EV Weiden auf die Suche nach Ersatz für den Chefcoach der Oberliga-Mannschaft. Am Dienstagfrüh läutete bei Josef Hefner das Telefon, am anderen Ende der Leitung war Thomas Siller. "Er hat mich gefragt, ob ich Interesse habe, als Headcoach gemeinsam mit Dirk Salinger als Co-Trainer das Team zu übernehmen, bis Fred wieder gesund ist", berichtete Josef Hefner am Mittwoch von dem Gespräch. Vor eineinhalb Jahren hatte sich Hefner aus dem stressigen Trainergeschäft zurückgezogen, dennoch sagte er jetzt, ohne lange zu überlegen zu: "Wenn ich dem Verein helfen kann, dann helfe ich gern", erklärte Hefner.

Seit 27 Jahren in Weiden

"Ich bin jetzt seit 27 Jahren in Weiden und bin mit der Stadt und dem Verein richtig verwurzelt", begründet der gebürtige Tscheche seine spontane Entscheidung. Als Spieler trug Hefner in der Bayernliga, Regionalliga und Oberliga 226 Mal das blau-weiße Trikot. Als Trainer der Blue Devils (Dezember 2010 bis April 2013) feierte er in der Saison 2011/12 mit dem Aufstieg in die Oberliga einen Riesenerfolg.

Am Dienstagabend leitete Hefner erstmals das Training. Von der Mannschaft sei er positiv aufgenommen worden. Unterstützt wird er bei seiner Arbeit von Dirk Salinger und mit Jank Penk hilft ein weiteres Weidener Eishockey-Urgestein mit. Wie lange Hefners zweite Trainer-Amtszeit dauert, ist völlig offen. "Wir haben uns auf keine bestimmte Zeit verständigt. Wir müssen abwarten, ob und wann Fred Carroll zurückkommt. Wenn es nötig sein sollte und der Verein es wünscht, würde ich es auch bis Saisonende machen", sagte Hefner.

Viel Zeit hat Hefner nicht, das nach sechs Niederlagen in Folge verunsicherte Team auf die ersten Spiele einzuschwören. Am Freitag geht es nach Sonthofen und am Sonntag steigt das Heimspiel gegen Erding. "Ich habe mich schon mit den Leistungsträgern unterhalten, die sind jetzt gefordert. Und sie haben klar gesagt, dass sie für den Verein kämpfen werden", erklärte Hefner. Etwas Großes werde er nicht verändern. Aber: "Irgendwas muss ich ändern, weil ja die Ergebnisse nicht da waren." Klare Vorstellungen hat Hefner, was den Ersatz für die gefeuerten Stürmer Vladimir Nikiforov und Patrick Schadt betrifft. Für den US-Amerikaner Nikiforov sollte nach seinen Vorstellungen ein ausländischer Verteidiger verpflichtet werden, um die anfällige Abwehr zu stabilisieren.
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