Wertschätzung für Oberpfalz

Markus Söder berichtete in Regenstauf von seinem Projekt "Bayern Heimat 2020" Bild: ehi

Behördenverlagerung, Digitalisierung und kommunaler Finanzausgleich. Diese drei Punkte aus Söders Plan "Bayern Heimat 2020" sollen den ländlichen Raum stärken.

Als eine "Wertschätzung für die Oberpfalz und eine Wertschätzung für die CSU in der Oberpfalz", bezeichnete Europaministerin Emilia Müller (CSU) den Besuch von Heimatminister Markus Söder in Regenstauf. Söder sagte dort vor rund 150 kommunalen Mandatsträgern über sein Projekt "Bayern Heimat 2020". "Ich will, dass wir den ländlichen Raum - ein Stück Seele Bayerns - revitalisieren, dass sie dann aus eigener Kraft in der Lage sind, ihr Schicksal zu gestalten", sagte Söder. Der Fokus liegt laut Söder vor allem auf ländlichen Gebieten, die sich mit dem demografischen Wandel oft schwer tun. Insgesamt sei die Geburtenrate in Bayern geringer als die Sterberate. Zudem blieben junge Menschen selten an ihrem Geburtsort und würden eher in die Großstädte ziehen.

Ziel sei deswegen, Ballungsräume zu entschleunigen, die ländlichen Gebiete aber zu beschleunigen. Söder will das durch den kommunalen Finanzausgleich erreichen. Eine Arbeitsgruppe beschäftige sich gerade mit der Frage, wie man die ländliche Region weiter stärken könne: "Etwas mehr Geld für Landräte und Bürgermeister ist wichtig, damit diese auch aus eigener Kraft entscheiden können", betonte Söder. Als zweiten Punkt nannte Söder die Digitalisierung. "Sie ist genauso wichtig wie die Anbindung an die Straße." Ein wichtiger Aspekt sei zudem die Behördenverlagerung: "Behörden schaffen Arbeitsplätze, Behörden schaffen Investitionen, und sie sind im ländlichen Raum ein Struktur-Anker für andere Ansiedlungen."
Weitere Beiträge zu den Themen: Markus Söder (1507)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.