Wertstoffgesetz: Entwurf "Unfug"
Aus der Region

Schwandorf. (ch) Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) hält nichts vom Entwurf eines Wertstoffgesetzes, das der Bundestag beschließen soll. Das bekräftigte die Verbandsversammlung am Mittwoch. Geschäftführer Thomas Knoll nannte Teile der Regelungen "Unfug" und bekräftigte dies anschaulich an Beispielen. Für Bürger seien die Vorschriften völlig undurchschaubar. Außerdem, so Knoll, wären durch das Gesetz laufende Wertstoffhof-Systeme durch die Konkurrenz privater Entsorger in der Existenz bedroht. Den Kommunen blieben in erster Linie Stoffe, die kostspielig zu entsorgen seien. Diese "Rosinenpickerei" lehnt der Zweckverband ab. Der Vorsitzende, Landrat Thomas Ebeling (Schwandorf), und Knoll werden weiter das Gespräch mit den Verantwortlichen in Berlin suchen.

Bewährungsstrafe für Kindergärtnerin

Amberg. (hou) Weil sie Kleinkinder zum Mittagessen zwang und ihnen Erbrochenes zurück in den Mund steckte, wurde eine heute in Sachsen lebende Erzieherin vom Landgericht Amberg zu sechs Monaten mit Bewährung und 1500 Euro Geldauflage verurteilt. In erster Instanz hatte die 58-Jährige eineinhalb Jahre zur Bewährung, 2500 Euro Geldbuße und ein fünfjähriges Berufsverbot erhalten. Nun kann sie wieder ihrer Arbeit nachgehen. "Weil", so die Richter, "von ihr keine Straftaten mehr zu befürchten sind." Das Landgericht zeigte sich letztlich überzeugt, dass es zumindest in zwei Fällen "zu einer nicht zu duldenden Zwangsernährung" durch die Frau kam. Allerdings wurde dies als "minderschwerer Fall" gewertet. Dass Kindern ihr Essen regelrecht bis zum Erbrechen aufgezwungen wurde, hatten zwei Kolleginnen der Frau beobachtet. Sie wollen daraufhin der Leiterin des Hortes umgehend Mitteilung gemacht haben. Doch das bestritt die Chefin des Amberger Kindergartens.
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