Wetzlarer Neue Zeitung
Pressestimmen

Das Blatt aus Mittelhessen schreibt zum Terror von Paris:

Nicht ohne Grund hat Frankreichs Präsident François Hollande den Ausnahmezustand im Land auf drei Monate ausgedehnt. Dieser erlaubt den Einsatzkräften effektives Vorgehen. Wer zu Hause Bomben und Raketen hortet, hat jedes Recht auf Rechtsstaatlichkeit verwirkt. Pardon! Damit gibt Frankreich keine demokratischen Werte auf, es schützt sie. In Deutschland könnten wir nicht anders handeln, wenn uns ein Terrorakt wie in Paris träfe. Die unnachgiebige Verfolgung der Dschihadisten ist aber nur eine von vielen nötigen Reaktionen auf den Terror von Paris. Eine zweite: Die liberale Gesellschaft darf nicht die Hoffnung der Terroristen erfüllen, unschuldige Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen.

Thüringer Allgemeine

Die Zeitung aus Erfurt kommentiert zum selben Thema:

Gerade wegen seiner Weltoffenheit braucht Deutschland einen gut funktionierenden Geheimdienst und eine konsequent handelnde Polizei. Wer seine Arme für Flüchtlinge ausbreitet, muss darauf vertrauen dürfen, dass da nicht ... ein gewaltbereiter Islamist vor ihm steht. Das Schwierige bleibt, dass wir alle das rechte Augenmaß nicht verlieren. Tausende Flüchtlinge kommen ja gerade deshalb zu uns, weil sie vor dem Terror des IS fliehen.

The Telegraph

Die britische Zeitung meint dazu:

Ein besonderer Grund zur Sorge ist das europäische Schengengebiet ohne Grenzen. Ursprünglich schaffte dies Bewegungsfreiheit und verstärkte den Eindruck, dass eine einzige politische Einheit in Europa im Entstehen ist. Aber das Konzept, Europa seine inneren Grenzen zu nehmen, war vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Aufstieg des militanten Islamismus. Die Entwicklungen in den letzten 25 Jahren lassen den Idealismus, der Schengen unterlegt war, ausgesprochen naiv aussehen. Angesichts der großen Bewegungen der Völker nach Europa ... dürfte dies nicht mehr durchzuhalten sein.
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