WHO: Keine Ausrottung der Masern bis Ende 2015
Über 22 000 Fälle

Mehr als 22 000 Menschen in sieben Ländern haben sich seit Januar 2014 in Europa mit Masern angesteckt. Das bedrohe das Ziel, die Krankheit auf dem Kontinent bis Ende dieses Jahres auszurotten, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Kopenhagen.

"Obwohl die Masern-Fälle von 2013 auf 2014 um 50 Prozent gesunken sind, gibt es immer noch große Ausbrüche." Auch in Berlin grassieren zurzeit die Masern: Die Zahl der Fälle stieg bis Mittwoch weiter auf insgesamt 609. Etwa jeder Vierte erkrankte so schwer, dass er ins Krankenhaus musste. Bundesjustizminister Heiko Maas sieht eine Impfpflicht als letztes Mittel, um eine Ansteckungswelle wie zur Zeit in Berlin zu stoppen: "Wer nicht impft, gefährdet unser aller Gesundheit und Leben. Wir sollten jetzt alles tun, um aufzuklären." Mehrere europäische Länder debattieren bereits eine Impfpflicht.

Mit knapp 7500 gab es die meisten registrierten Masern-Erkrankungen seit Januar 2014 in Kirgistan. Aus Bosnien und Herzegowina seien 5340 Fälle gemeldet worden, aus Russland und Georgien je knapp 3300. In Italien steckten sich knapp 1700 Menschen an, in Kasachstan knapp 540.
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