Wie der Weiße Heunisch in die Pfalz kam

Nicht nur die Wissenschaftler am Institut für Rebenzüchtung in Siebeldingen freuten sich über die Entdeckung der Rebsorte. Silke Hüther, Dipl.Ing. für Weinbau und Oenologie, Mitarbeiterin im Institut für Rebenzüchtung und Tochter aus dem Birkweiler Weingut "Herrenbergerhof", überzeugte 2009 ihre Familie, etwa 800 Rebstöcke Weißer Heunisch mit reblausresistenter Unterlage in der Spitzenlage Birkweiler Kastanienbusch zu pflanzen. Inzwischen wurde die Fläche auf einen Hektar aufgestockt. Zudem erweiterte die Winzerfamilie Kerth-Hüther ihr Produktportfolio um die uralte Rebsorte "Blauer Arbst", einem ebenso fast ausgestorbenen Klon des Blauen Spätburgunders (Pinot noir).

Diese vorrömische Sorte "Allobrogica", die nach dem keltischen Stamm der Allobroger benannt wurde, ist eine kälteunempfindliche Züchtungssorte, die in nördlichem Klima hervorragend reift. Auch aus dieser schwarzbeerigen Rebe sind zahlreiche Varianten hervorgegangen. Der Kirschrote Blauer Arbst überzeugt durch eine gute Weinqualität. Je nach Trinktemperatur und kulinarischem Pendant finden sich in ihm Geschmacksnuancen von Vanille, reifen Waldfrüchten wie Brombeeren, ein wenig frischem Tannin bis zum feinen Geruch nach süßen Pflaumen und Bitterschokolade.
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