Wieder Wetterpaten gesucht

In wenigen Tagen startet an der Freien Universität Berlin wieder der Verkauf von Wetterpatenschaften. "Ab dem 16. September nehmen wir Anträge für Hoch- und Tiefdruckgebiete für 2016 an", sagte Daniela Schoster vom "Team Wetterpate" am Institut für Meteorologie.

Im kommenden Jahr tragen die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen. Für das laufende Jahr seien noch Patenschaften für Tiefdruckgebiete zu vergeben. Gesucht würden Interessenten für die Anfangsbuchstaben "I", "Q", "V", "X", "Y" und "Z".

Das Institut vergibt seit 1954 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete, die das Wetter in Mitteleuropa beeinflussen. Die Wetterdienste und Medien veröffentlichen diese Namen, die auf zahlreichen Wetterkarten erscheinen. Begonnen wird am Anfang eines jeden Jahres immer mit dem Buchstaben "A". In alphabetischer Reihenfolge werden dann jeweils die Namen der Hochs und Tiefs veröffentlicht. Erfahrungsgemäß gibt es mehrere Runden. Bei Hochdruckgebieten seien es meist zwei Durchläufe und bei weniger beständigen Tiefs fünf Runden pro Jahr.

Durch den Verkauf der Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete unter www.wetterpate.de könne die studentische Wetterbeobachtung an der Station Berlin-Dahlem fortgesetzt werden. 2002 stand das Projekt vor dem Aus. Patenschaften für Hochdruckgebiete kosten rund 355 Euro. Der Preis für ein Tiefdruckgebiet liegt bei rund 236 Euro. Buchstaben für Hochs oder Tiefs, die keine Paten finden, werden bei Ebay versteigert. Momentan sei der Buchstabe "Q" in der Versteigerung. Das Anfangsgebot liegt bei einem Euro. Die Online-Auktion läuft noch bis zum 6. September.

Wenn sich auch bei Ebay kein Käufer finde, werde der Name von den Studenten aus dem Projekt vergeben, sagte Schoster. Eine Patenschaft gilt als beliebtes und originelles Geschenk zu Weihnachten, Geburtstagen oder zu besonderen Anlässen.
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