Wilde Luchse in Bayern

Der Eurasische Luchs (Lynx lynx) ist die größte Katzenart Europas und nach Bär und Wolf der drittgrößte Beutegreifer in unseren Wäldern. Früher waren Luchse in allen europäischen Waldgebieten verbreitet. Doch bereits 1846 wurden bei Zwiesel im Bayerischen Wald und 1897 in den Alpen die letzten wilden Luchse Bayerns getötet.

In den 1970er-Jahren wilderten Naturschützer die ersten Luchse im Bayerischen Wald aus. Der Durchbruch bei der Wiedereinbürgerung der großen Katze gelang allerdings erst einige Jahre später: In den 1980er Jahren wurden in der damaligen CSSR im Bereich des heutigen Sumava-Nationalparks 17 Tiere ausgesetzt. Die Luchse waren in den Karpaten gefangen worden und einige wanderten aus dem Böhmer- in den Bayerischen Wald.

Der Bund Naturschutz schätzt die Zahl der wildlebenden Luchse im Bayerischen und Oberpfälzer Wald sowie im Fichtelgebirge aktuell auf 10 bis 20 erwachsene Tiere. Genaue Zahlen gibt es nicht, denn kaum jemand bekommt die scheuen Katzen zu Gesicht. Trotzdem machen die heimischen Luchse immer wieder Schlagzeilen - dann, wenn wieder einmal erschossene, vergiftete oder verstümmelte Exemplare gefunden werden. (m)
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