Wildpark Hundshaupten bietet Überraschungen
Kinder sehen den geheimen Zauber

Das an sich scheue Reh kann ganz schön zutraulich werden, wenn es Futter kriegt. Die Zwillinge Antonia und Sophia haben den hautnahen Kontakt mit den Tieren im Wildpark Hundshaupten sehr genossen. Es hat aber auf jeden Fall auch nichts geschadet, dass ihre Mutter Hygiene-Tücher eingepackt hatte.
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Deutschland und die Welt
05.09.2011
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Die Kinder müssten wir eigentlich gar nicht mehr fragen. Jedes Mal, wenn wir nach einem Besuch im Wildpark Hundshaupten wissen wollen, was denn am schönsten war, kommt dieselbe Antwort: der Spielplatz. Für den Erwachsenen enttäuschend, wenn er darauf hofft, dass der direkte Kontakt mit den Tieren den tiefsten Eindruck hinterlässt. Doch es ist immer der Spielplatz mit den paar wenigen Geräten, dessen geheimen Zauber wohl nur Kinder wahrnehmen können.

Der Idylle des Wildparks kann sich natürlich auch der erwachsene Besucher nicht entziehen. Wenn ihn der etwas strenge Duft der Ziegen nicht stört, stößt er gleich hinter dem Eingang auf eine malerische Szenerie: ein bewaldetes kleines Tal mit zwei Bächlein, an denen Hunde trinken oder Kinder ihre Füße kühlen; dazu ein Seerosenteich, eine Froschfigur, auf der man reiten kann, der besagte Spielplatz und bereits jede Menge Tiere. Allen voran die Ziegen, deren Appetit unendlich zu sein scheint. Die kleinen Wildschweine können da noch halbwegs mithalten, doch die Hühner, Nandus oder Alpakas - diese ganz lässig im Afro-Look - wirken dagegen schon ein bisschen wie Kostverächter.

Jenseits des Haustierbereichs gibt es Wald- und Wildtiere, bei denen das mit dem Streicheln und Füttern nicht funktioniert. Das geht bis hin zu Steinböcken, Hirschen, Wisenten und majestätischen Elchen. Wer den steilen Aufstieg zum Felsenweg Geldstein nicht scheut, darf auf dem Aussichtspunkt Breitenstein einen atemberaubenden Blick über das Tal genießen. (Kleiner Tipp: Rechtsherum gehen, also hinter dem Elchgehege starten. Dann ist der Weg nach oben nicht ganz so steil.)
Außerdem haust dort oben einer der neuesten und interessantesten Wildpark-Bewohner, der Luchs. Und das eine oder andere aus den Pferchen entwischte Schaf sowie ein Damwild-Rudel fressen den Besuchern aus der Hand. Ab Oktober soll auch das Wolfsgehege fertig sein - mit einer Holzbrücke, auf der man darüber laufen kann, um die Raubtiere ganz aus der Nähe zu sehen.
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