Wirtschaft beleuchtet Perspektiven der Energiewende in der Oberpfalz - Klares Ziel: Versorgung ...
Weites Feld für weitere Windräder

Die Wirtschaft fordert, dass die langfristige Stromversorgung der Oberpfalz im laufenden Energiedialog geklärt wird. Eine zentrale Rolle könnte dabei weiteren Windkraftanlagen zukommen. Der Regierungsbezirk weise im Freistaat den höchsten Industrieanteil auf; der Energieverbrauch der Industrieunternehmen hier gehe langfristig nur wenig zurück, heißt es in einem Gutachten der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (VBW). Deren Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärte am Freitag in einer Mitteilung der VBW-Bezirksgruppe: "Die Untersuchung liefert eine Basis für die ausstehenden Entscheidungen zum Umbau der Energieversorgung in der Oberpfalz." Die Stromversorgung im Bezirk stützt sich nach den Daten der VBW auf "Zulieferungen aus anderen Landesteilen" sowie auf erneuerbare Energien in der Region. "Größere konventionelle Kraftwerke sind nicht vorhanden", konstatiert das Gutachten. "Nach unseren Prognosen ändert sich am Strombedarf in der Region in den nächsten Jahren wenig. Im Rahmen des Dialogprozesses muss geklärt werden, wie dieser Bedarf langfristig gedeckt werden kann", so Brossardt weiter. Auf lange Sicht, in Prognosen für das Jahr 2050, machen sich laut der von Prognos ermittelten Daten spürbare Rückgänge beim Endenergieverbrauch um insgesamt 38 Prozent bemerkbar. Die Industrie werde gegenüber dem Jahr 2011 nur 6 Prozent weniger verbrauchen. Das Gutachten erwartet keinen Zubau konventioneller Kraftwerke. Jedoch: "Für die Oberpfalz bedeutet der langfristige Umbau der Stromversorgung einen starken Ausbau erneuerbarer Energien, vor allem auch von Anlagen zur Nutzung der Windenergie."
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