Wirtschaftswachstum von 2002 bis 2012: Oberpfalz stärkster Bezirk
Weiden und Amberg bei Dynamik abgehängt

Deutschland und die Welt
04.07.2014
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Die Oberpfalz verzeichnet im Zeitraum von 2002 bis 2012 das stärkste Wirtschaftswachstum aller bayerischen Bezirke. Weiden und Amberg hinken im Vergleich der Städte und Kreise jedoch hinterher. Das geht aus einer Mitteilung des Landesamtes für Statistik vom Donnerstag hervor.

Mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes in dem Zehnjahreszeitraum von 35,7 Prozent liegt die Oberpfalz vor Niederbayern (34,2 Prozent) und Schwaben (30,6). Schlusslicht bildet Unterfranken mit 25,9 Prozent. Der bayerische Schnitt liegt nach Angaben der Münchner Statistiker bei 30,6 Prozent. Die höchste Wirtschaftskraft je Einwohner hatten im Jahr 2012 die kreisfreien Städte und Landkreise in Oberbayern mit 44 981 Euro. Alle anderen Regierungsbezirke lagen unterhalb des bayernweiten Durchschnitts von 37 493 Euro. Es folgen Mittelfranken mit 35 465 Euro und die Oberpfalz mit 34 151 Euro. Mit 30 991 Euro liegt Oberfranken an letzter Stelle.

Neumarkt liegt vorn

Im Oberpfalz-Vergleich liegt der Landkreis Neumarkt mit einem Wirtschaftswachstum von 51,3 Prozent an erster Stelle, knapp vor der Stadt Regensburg mit 51,0 Prozent. Deutlich abgeschlagen ist Weiden mit nur 15,3 Prozent vor Amberg mit 20,8 Prozent. Die dynamischsten Städte im Freistaat sind Ingolstadt (96,7 Prozent) und Coburg (90,0 Prozent). Am schwächsten präsentieren sich die Stadt Schwabach (2,0 Prozent), der Landkreis Aschaffenburg (5,8 Prozent) und Fürth (6,2 Prozent). Bei der Wirtschaftskraft je Einwohner liegt im Jahr 2012 ebenfalls Ingolstadt mit 101 016 Euro vorn, Schweinfurt (85 934 Euro) und der Landkreis München (85 673 Euro) folgen.

In der Oberpfalz geben in dieser Kategorie die Städte den Ton an. Regensburg ist mit 73 764 Euro klar in Front. Weiden weist einen Wert von 46 905 Euro auf, Amberg von 45 101 Euro. Auf dem letzten Platz im Bezirk befindet sich der Landkreis Regensburg mit 20 351 Euro. Bayernweites Schlusslicht ist der Landkreis Bayreuth mit 18 812 Euro.

Dr. Christian Götz, Sprecher der IHK Regensburg, zeigte sich erfreut über die Zahlen. Auch die Kreise im Norden würden wachsen: "Wir können hier durchaus Entwicklungen verzeichnen, die sich im bayerischen Durchschnitt sehen lassen können. Das sollten wir herausstellen, statt gebetsmühlenartig die Geschichte vom Süd-Nord-Gefälle zu wiederholen." (Kommentar und Seite 3)
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