Worfeldener wollen Boten behalten

Wenn Helmut Becker im Büttelborner Ortsteil Worfelden bald sein letztes Paket austrägt, geht eine fast drei Jahrzehnte lange Geschichte zu Ende - gegen den ausdrücklichen Willen der Einwohner. Der Bote soll im August im zehn Kilometer entfernten Mörfelden-Walldorf Pakete austragen. Die Worfeldener initiierten eine Protestaktion unter dem Motto "Wir wollen Helmut behalten" gegen die Versetzung. Bisher vergebens. Die Post schneidet die Zustellbezirke anders zu. Warum hängen die Bürger so an ihrem Boten? Becker sei "fast ein Familienmitglied", heißt es. Sogar Hausschlüssel habe der 56-Jährige gehabt, damit er Pakete abgeben kann, erzählt Bürgermeister Andreas Rotzinger. "Wir können einem Boten eine Route nicht lebenslang zusichern", sagt Post-Sprecher Stefan Heß. Die Anfrage, mit Becker selbst zu sprechen, prallt an Heß ab: "Fragen Sie mich. Er wird nicht dafür bezahlt, mit den Medien zu kommunizieren." Auf alle Fälle wollen die Bürger Becker einen feierlichen Abschied bereiten.
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