ZdK-Präsident feiert 75. Geburtstag
Glück ohne Rast

Alois Glück feiert den 75. Geburtstag ohne großes Tamtam. Archivbild: dpa
Eher im Stillen wird ein viele Jahre prägender bayerischer Politiker an diesem Samstag seinen 75. Geburtstag feiern: Alois Glück, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), davor Landtagspräsident, CSU-Landtagsfraktionschef sowie langjähriger Vordenker und Strippenzieher seiner Partei. "Große Feierlichkeiten sind nicht geplant", sagt Glück. Landtagspräsidium und CSU-Vorstand wollen ihn einladen, auch daheim wird gefeiert. Doch gemessen an den großen Festen mit Hunderten Gästen, die zu Ehren prominenter Politiker und Würdenträger oft ausgerichtet werden, ist der Rahmen bescheiden.

Im November will Glück, der aus dem kleinen Dorf Hörzing bei Traunstein stammt, sein Amt als ZdK-Präsident abgeben. Eigentlich wollte er bereits 2013 aufhören - "aber es wäre schwierig gewesen, wenn ich meine Tätigkeit kurz vor dem Katholikentag 2014 in Regensburg beendet hätte. Ich habe aber schon bei der Wiederwahl im Herbst 2013 gesagt, dass ich nach der Hälfte der Amtszeit aufhöre", sagt Glück. Eigentlich wollte er nach seinem Rückzug aus dem Landtag 2008 mehr Ruhe und Zeit für sich haben. "Das hat sich als Illusion erwiesen."

Wie bei den allermeisten Führungskräften in Politik und Wirtschaft ist der Zeitmangel aber nicht unbedingt auf widrige Umstände zurückzuführen, sondern auf rastlose Tätigkeit. Glück plant keineswegs, sich vollständig zurückzuziehen. "Aktuell bin ich sehr stark engagiert in den Fragen der Sterbebegleitung und der Sterbehilfe", sagt er. In Berlin setzt sich Glück für einen flächendeckenden Ausbau der Palliativmedizin ein.

In die Tagespolitik mischt sich Glück schon lange nicht mehr ein. Was auch daran zu erkennen ist, dass sich CSU-Chef Horst Seehofer - anders als zu Beginn seiner Amtszeit 2008 - inzwischen nicht mehr über Äußerungen Glücks beschwert. "Ich bin der Meinung, dass Ehemalige sich weitestgehend mit Kommentaren zurückhalten sollten", sagt Glück. Die Tagespolitik verfolge er mit regem Interesse und lese nach wie vor mehrere Tageszeitungen. "Aber ich habe mich völlig aus dem aktiven Geschehen ausgeblendet."
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