Zu Hause sicher wohnen bedarf heutzutage mehr Vorbeugung als früher.
Notfalls Alarmanlage

Kriminaloberkommissar Wolfgang Sennfelder referierte in Diebis über Schutz vor Einbrechern. Bild: gm
Das wurde bei einem Vortrag im Feuerwehrheim deutlich. Dort sagte Kriminaloberkommissar Wolfgang Sennfelder: "Eibrocha wird immer mehr."

(gm) Volles Haus bei der Feuerwehr: "Sicher wohnen - Einbruchschutz" hatte sich Wolfgang Sennfelder von der Beratungsstelle der Amberger Kriminalpolizei als Überschrift ausgesucht und der Resonanz zufolge damit offenbar einen Nerv getroffen. Der Oberkommissar erklärte aufgrund polizeilicher Erfahrungen, was zu beachten ist.

Herrmann Stecher von der Diebiser Feuerwehr hatte diesen Abend organisiert. Sennfelder sagte, dass die Zahl der Einbrüche in jüngster Vergangenheit gestiegen sei. Er forderte deshalb seine Zuhörer auf, etwas dagegen zu tun. "Vorbeugen ist gute Vorsorge", meinte er, denn die psychische Belastung sei nach einem Einbruch bei sich zu Hause groß.

Schraubenzieher reicht oft

Der Polizeibeamte, der in seiner Funktion als Berater für die Amberg-Sulzbacher Region und den Landkreis Schwandorf zuständig ist, machte klar, dass in Deutschland statistisch alle drei Minuten eingebrochen werde. Ein einfacher, stärkerer Schraubenzieher reiche oft aus, um zum Beispiel jedes normale Holz- oder Kunststofffenster in nur acht Sekunden aufzuhebeln. Besondere Einbruchsgefahren drohten meist auch auf uneinsehbaren Grundstücken. Eine Nachrüstung der Häuser sei aber jederzeit möglich. Sennfelder erwähnte Zusatz- und Stangen-schlösser, neuartige Fensterbeschläge und Scharniersicherungen sowie abschließbare Griffe an den Fenstern. Der Vorteil: Der potenzielle Einbrecher brauche zu viel Zeit und gebe auf. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es laut Sennfelder jedoch nicht.

Nachrüsten schadet nie

Bei Haustüren sollte dennoch Wert auf hochwertige Schließzylinder gelegt werden. Die Nachrüstkosten betragen nach den Worten des Experten zwischen 60 bis 80 Euro. Der Austausch sei kein Problem. Auch Mehrfachverriegelungen seien sinnvoll - auch bei Kellerschächten. Und auf noch etwas wies Sennfelder hin: Hinterlassen Einbrecher keine Spuren, gebe es oft auch ein Problem mit der Versicherung. Der Oberkommissar erläuterte den Zuhörern auch die Vorteile einer Kameraüberwachung und einer Einbruchmeldeanlage, die sofort Alarm auslöst und den Nachbarn verständigt.

Sennfelder forderte dazu auf, mit wachsamem Blick für die Sicherheit auch an die Nachbargrundstücke zu denken. Fremde Autos mit auffälligen Fahrern seien verdächtig. Es schade nicht, sich das Kennzeichen zu notieren und es gegebenenfalls der Polizei zu melden. Wenn sie sich beobachtet fühlen, seien Einbrecher oft schnell wieder weg. Zudem biete die Polizei den Service der persönlichen Beratung: 0 96 21/ 890 - 275.
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