Züchterglück in Trichenricht: Fleckvieh gebärt drei Kälber
"Drillinge hom ma"

Im Stall von Gertrud und Josef Piehler gab es ordentlich Nachwuchs: Die Kuh Kutsche brachte drei gesunde Kälber auf der Welt. Groß war die Freude auch bei Anja, der zweitjüngsten der vier Töchter der Familie Piehler, die bei einer bekannten Landmaschinenfirma beschäftigt ist und mit ihrer Schwester Christine in Abendkursen die Teilzeitschule für ländliche Hauswirtschaft in Weiden besucht. Bild: hfz
Gebenbach. (hfz) Die Mutter heißt Kutsche. Der Vater trägt den etwas eigenwilligen Namen "Im Wald". Ungewöhnlich, aber noch keine Sensation. Die entstand bei einer Verbindung von Kutsche und Im Wald: Die Fleckviehkuh schenkte gleich drei Kälbern das Leben. Landwirt Josef Piehler aus Trichenricht bei Kemnath am Buchberg leistete am Vormittag des 3. September Geburtshilfe.

Milch und Fleisch vereint

Die allerwenigsten Bauern haben im Laufe ihres Lebens so viel Züchterglück und können lebende Drillinge ihr Eigen nennen. So war die Freude seiner Ehefrau Gertrud verständlicherweise groß, als ihr Josef beim Mittagessen mitteilte: "Drilling hom ma." Kutsche, eine Tochter des bekannten Bullen Wille, ist ein echter Überflieger. Sie hat bereits in der ersten Laktation mit rund 7500 Kilo so viel Milch wie der Durchschnitt aller Fleckviehkühe in Bayern gegeben. Ihre zweite Kalbung hatte es dann am im wahrsten Sinne des Wortes "in sich". Heraus kamen drei gesunde Kälber, zwei weibliche und ein männliches. "Sie sind zur Mast bestimmt und zeigen jetzt schon hervorragende Anlagen. Hier sind also Milch- und Fleischleistung vereint", sagte Piehler.

Der Arbeitskreis der Jungen Fleckviehzüchter Amberg-Sulzbach hat am Dienstag, 27. Oktober, um 20 Uhr zwei exklusive Referenten zu seiner Infoveranstaltung in den Gasthof "Zur Blauen Traube" nach Gebenbach eingeladen.

Fleckvieh-Vortrag

Zum einen spricht ein Vertreter des Nahrungsmittelunternehmens VION, Klaus Fiedler, zum Thema "Fleckvieh in der Zweinutzung - was erwartet der Markt im Jahr 2020?" Zum anderen stellt der Zuchtleiter für Fleckvieh in der Oberpfalz, Dr. Thomas Nibler, vor, wie die Rinderzucht heute die künftigen Erwartungen erfüllen wird.
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