Zugunglück löst Debatte über Sicherheit aus
Drama in Philadelphia

Ein schweres Zugunglück in Philadelphia mit mindestens sieben Toten und mehr als 200 Verletzten hat eine Debatte über die veraltete Sicherheitstechnik bei der US-Bahn ausgelöst. Ein moderneres Zugleitsystem hätte die Entgleisung in einer scharfen Kurve nach Angaben der Behörde für Transportsicherheit (NTSB) verhindern können. "Wir müssen in Systeme und Ausrüstung des 21. Jahrhunderts investieren und aufhören, uns auf Flickwerk-Nachrüstungen für alte, rostige Eisenbahnlinien aus dem 19. Jahrhundert zu verlassen", sagte Senator Robert Menendez.

Zugleich entbrannte eine Diskus-sion über eine Mitschuld des 32 Jahre alten Lokführers. Er war vor dem Unglück am Dienstag mit mehr als dem Doppelten der zulässigen Geschwindigkeit in die Kurve gerast. Der Lokführer habe "absolut keine Erinnerung an den Vorfall", sagte dessen Anwalt Robert Goggin dem Sender ABC. Der aus New York stammende 32-Jährige mit vier Jahren Erfahrung als Lokführer habe den Ermittlern aber eine Blutprobe und sein Handy übergeben. Er könne sich auch nicht mehr daran erinnern, vor dem tödlichen Unfall die Notbremse betätigt zu haben.
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