Zum Abschluss des Quirin-Fests pilgern Hunderte Gläubige zur Wallfahrtskirche
"Glaube verbindet Europa"

Hunderte von Gläubigen pilgerten am Sonntag zum Gottesdienst beim Quirin-Fest und sorgten auch am Abschlusstag für eine volle Wallfahrtskirche. Bei herrlichem Pilgerwetter - erst nach dem Gottesdienst ging ein kräftiger Regenschauer nieder - freute sich Pfarrer Manfred Wundlechner über die vielen Pilger. Pater Milan Kucera, Pfarrer und Probst aus Maria Kulm, zelebrierte den Gottesdienst.

Bereits am frühen Morgen war die Fußwallfahrt am Rastenhofer Weg in Neustadt auf dem alten Pilgerweg der Egerländer nach St. Quirin gestartet. Aus Maria Kulm (Tschechien) waren viele Pilger mit dem Bus angereist. Unter den Vereinen, die im Kirchenzug vom Ilsenbacher Dorfplatz zur Wallfahrtskirche auf den Botzersberg marschierten, waren neben Vereinen aus Ilsenbach, Lanz, Püchersreuth, Wildenau und Wurz sowie die Egerländer Gmoin aus Weiden, Waldsassen und Marktredwitz.

Wundlechner freute sich über die Teilnahme des Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht, der Bürgermeister Rudolf Schopper, Josef Stangl (beide Püchersreuth), Markus Ludwig (Störnstein) und Miroslav Hruza (Maria Kulm) sowie Irmgard und Herbert Baumann von der Maria-Kulm-Förderinitiative. Der Geistliche wies auf ein Jubiläum hin. Vor 25 Jahren war die Grenzöffnung, durch sie sei die Wallfahrt vom und ins Nachbarland erst wieder möglich geworden.

Milan Kucera zeigte sich geehrt, die Messe feiern zu dürfen. "Der christliche Glaube verbindet Europa", sagte der Pater, der auch darauf hinwies, dass die Tschechen glaubten, dass sie keine Kirche brauchen. "Haben Sie keine Angst vor den Priestern und der Kirche", sagte Kucera, der bedauerte, dass in Tschechien wenige Gläubige den Weg in die Kirche finden. "Ich brauche den Glauben der Leute", meinte der Geistliche. In Bezug auf das große Geschäft mit dem Urlaub, betonte Kucera: "Urlaub fängt an, wenn ich mich von Last befreie."

Bei den Fürbitten wurde auch des früheren, im Jahr 2007 verstorbenen, Püchersreuther Geistlichen Konrad Schießl gedacht. Schießl hatte sich für die Wallfahrten und das Quirin-Fest eingesetzt. Den Gottesdienst gestalteten musikalisch Gabriele Haug an der Orgel und die Blaskapelle Etzenricht, die bereits den Kirchenzug von Ilsenbach aus umrahmten. Am Sonntagabend beendete die Schlussandacht mit Lichterprozession mit dem Allerheiligsten um das Gotteshaus das Fest, zu dem wieder viele Pilger aus nah und fern gekommen waren.
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