Zwei Gründe zum Feiern

Papst Franziskus (rechts) betete in einer Geburtstagsmesse für seinen emeritierten Vorgänger Benedikt XVI. (links). Archivbild: dpa

Für den emeritierten Papst Benedikt gibt es gleich zwei Anlässe zu feiern: Seinen Geburtstag und sein zehnjähriges Jubiläum der Papstwahl. Glückwünsche überbringt auch sein Nachfolger Franziskus.

(dpa/KNA) Papst Franziskus hat seinem Vorgänger Benedikt zum 88. Geburtstag gratuliert und eine Morgenmesse für ihn gelesen. "Ich will daran erinnern, dass heute der Geburtstag von Papst Benedikt XVI. ist. Ich habe die Messe für ihn gehalten, und ich lade Euch dazu ein, für ihn zu beten, damit der Herr ihn unterstütze und viel Freude und Glück gebe", sagte der 78-jährige Argentinier am Donnerstag bei der traditionellen Messe in der Casa Santa Marta im Vatikan.

Keine offiziellen Termine

Offizielle Feierlichkeiten gab es jedoch keine. Der emeritierte deutsche Papst lebt seit seinem Rücktritt vor mehr als zwei Jahren im vatikanischen Kloster Mater Ecclesiae, wo er nach Angaben von Radio Vatikan auch seinen Geburtstag zusammen mit seinem Bruder Georg feierte, der aus Bayern angereist war.

Auch eine 30 Mann starke Abordnung der Bayerischen Gebirgsschützen war eigens nach Rom gekommen, um ihm in traditioneller Tracht zu gratulieren. Die ebenfalls angereisten Waginger Musikanten spielten den Marsch "Mein Heimatland". Als Geschenk überreichte der Landeshauptmann der Gebirgsschützen, Karl Steininger, Weißwürste und Volksmusik-CDs.

Nach den Worten seines Privatsekretärs Georg Gänswein geht Benedikt gern spazieren, betet und liest. Zum Schreiben habe er aber nicht mehr die Kraft, sagte der deutsche Erzbischof der italienischen Zeitung "La Repubblica".

Sonntag steht auch der zehnte Jahrestag der Wahl Benedikts zum Papst an. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, erinnerte am Donnerstag an Benedikts "bis heute nachwirkendes Pontifikat". "Der Heilige Vater hat die katholische Kirche als großer Gelehrter, unermüdlicher Hirte und als mutiger Zeuge des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe geprägt."

Die diesjährige "Marktler Festwoche" steht vom 16. bis 19. April im Zeichen des 88. Geburtstags von Joseph Ratzinger und dessen Wahl zum Papst vor zehn Jahren. So ist es mittlerweile zu einer Tradition geworden, dass sich am 16. April zur Geburtsstunde um 4.15 Uhr eine Gruppe von rund 60 Bürgern mit Pfarrer Josef Kaiser im Geburtszimmer zu einer Morgenandacht versammelt. Im Anschluss ziehen diese dann in einer Lichterprozession zur Pfarrkirche, um ihr Taufversprechen zu erneuern.

Schnelle Taufe

Joseph Ratzinger erblickte am Karsamstag 1927 im ehemaligen Kurfürstlichen Maut- und Zollhaus am Marktplatz in Marktl das Licht der Welt. Er war das dritte Kind des Gendarmen Joseph Ratzinger und seiner Frau Maria. Vier Stunden später taufte Kaplan Josef Stangl den Neugeborenen mit frisch geweihtem Wasser auf den Namen "Joseph Aloisius".
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