Zwei Tote bei Zugunglück im Münsterland

Zwei Tote bei Zugunglück im Münsterland (dpa) In Ibbenbüren im Münsterland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Fahrer eines auf den Schienen stehengebliebenen Gülletransporters. Bei dem Unfall waren am Samstag auf einem beschrankten Bahnübergang der 41 Jahre alte Lokführer und eine 18-jährige Frau im Zug ums Leben gekommen. Sechs weitere Fahrgäste erlitten schwere Verletzungen. "Der Tatvorwurf lautet gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr, fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung"
In Ibbenbüren im Münsterland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Fahrer eines auf den Schienen stehengebliebenen Gülletransporters. Bei dem Unfall waren am Samstag auf einem beschrankten Bahnübergang der 41 Jahre alte Lokführer und eine 18-jährige Frau im Zug ums Leben gekommen. Sechs weitere Fahrgäste erlitten schwere Verletzungen. "Der Tatvorwurf lautet gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr, fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung", sagte Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang am Sonntag. Beschuldigter sei der 23-jährige Fahrzeugführer des Traktors. Zentrale Frage sei, warum der Gülleanhänger auf den Schienen stand. Die Kupplung als Verbindung zum Traktor sei dabei ein entscheidendes Detail. Ein Gutachter überprüfe das gesamte Fahrzeuggespann. Weiter werde unter anderem ermittelt, wie schnell der Zug fuhr und ob die Schrankenanlage samt Warneinrichtung einwandfrei funktionierte. Zudem würden Zeugen vernommen. "Das wird etwas Zeit in Anspruch nehmen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Münster. Der Fahrer des Traktors habe erklärt, er sei dem herannahenden Zug entgegengelaufen, um den Lokführer zu warnen. Bild: dpa
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