Zweiter Flugschreiber der Germanwings-Maschine liegt noch im Trümmerfeld
Suche bislang erfolglos

Zur Ursachenklärung des Airbus-Absturzes in den französischen Alpen fehlt den Ermittlern immer noch der zweite Flugschreiber. Dieser liegt in dem ausgedehnten Trümmerfeld in der Nähe des Örtchens Seyne-les-Alpes. "Er wurde immer noch nicht gefunden", sagte Staatsanwalt Brice Robin am Sonntag. Die Ermittler erhoffen sich von den darauf gespeicherten Daten Aufschluss darüber, was in der Maschine geschah, bevor sie am Dienstag mit 150 Menschen an Bord an einem Bergmassiv zerschellte. Nach bisherigem Erkenntnisstand brachte der Co-Pilot die Maschine aus bislang unbekannten Gründen mutwillig zum Absturz. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hatte am Freitag lediglich erklärt, man habe in der Wohnung des Mannes "zerrissene, aktuelle und auch den Tattag umfassende Krankschreibungen" gefunden. Frühestens heute will die Behörde weitere Ermittlungsergebnisse bekanntgeben. Der 27-Jährige hat seinem Arbeitgeber Germanwings nach Erkenntnissen der Ermittler eine Erkrankung verheimlicht. Die Fahnder suchten nach Hinweisen auf ein psychisches Leiden. Sie fanden weder einen Abschiedsbrief noch ein Bekennerschreiben. Für Berichte, wonach der Copilot an starken psychischen Problemen und auch Sehstörungen gelitten haben soll, war bis Sonntag keine Bestätigung der Behörden zu erhalten. (Seite 6)
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