"Broadway Therapy" huldigt alten Screwball-Komödien - Viel Wortwitz und Situationskomik
Hommage an Lubitsch und Wilder

In der Komödie "Broadway Therapy" überzeugen (von links) Imogen Poots, Kathryn Hahn, Owen Wilson und Rhys Ifans in den vielen irrwitzigen und heiklen Szenen. Bild: Wild Bunch Germany/dpa
Nach mehreren Jahren Auszeit kehrt Kult-Regisseur Peter Bogdanovich ("The Last Picture Show", "Is' was, Doc?") mit "Broadway Therapy" ins Kino zurück und begeistert mit einer schrillen Farce um Lust und Leid der Liebe. Die Schauspielstars Imogen Poots, Jennifer Aniston, Owen Wilson, Rhys Ifans und Hit-Regisseur Quentin Tarantino als Überraschungsgast entzünden ein funkelndes Feuerwerk an Wortwitz und Situationskomik.

Der Rahmen des turbulenten Geschehens um diverse Sex-Eskapaden ist ein Interview der aufstrebenden Jungschauspielerin Isabella (Imogen Poots). Freimütig erzählt sie einer schockierten Journalistin vom Beginn ihrer Karriere: Isabella hat als Prostituierte gearbeitet. Zum entscheidenden Schritt vom Bett auf die Bühne hat ihr ein Kunde verholfen, Regisseur Arnold (Owen Wilson). Kompliziert wird es, als sie ausgerechnet in einer Inszenierung ihres freigiebigen Förderers am Broadway eine Rolle übernehmen will. Der Film offeriert Bekanntes am laufenden Band: Liebende treffen grundsätzlich in heiklen Situationen aufeinander, Gefährten sexueller Abenteuer müssen sich unentwegt vor ungebetenen Zeugen verstecken, das Telefon klingelt stets zur Unzeit. Bogdanovich dekliniert das Alphabet klassischer Komödien in irrwitzigem Tempo virtuos und elegant durch. Wie alt ein Gag auch sein mag: Jede Szene wirkt frisch und spritzig. Derart pointiert wurde der sogenannte Krieg der Geschlechter im Kino schon lange nicht mehr illustriert.

Stilistisch knüpft Regisseur Peter Bogdanovich an seinen Welterfolg "Is' was, Doc?" aus dem Jahr 1972 an. Wieder feiert er die Kunst von Hollywood-Regisseuren der Vergangenheit wie Ernst Lubitsch, Frank Capra und Billy Wilder, deren Komödien Kinogeschichte geschrieben haben. Bogdanovich huldigt insbesondere den Screwball-Komödien der 1930er und 40er Jahre, erotisch aufgeladenen Lustspielen mit rasantem Sprachwitz und wilder Situationskomik.

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Regie: Peter Bogdanovich - Mit Imogen Poots, Jennifer Aniston, Owen Wilson, Rhys Ifans - Musik: Ed Shearmur - 93 Minuten - frei ab 0 Jahren - Im Internet: www.broadwaytherapy.de
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