Das kauft der deutsche Radler
Die fünf beliebtesten Fahrradtypen im Kurzporträt: Trekkingräder und elektrische Räder im Trend

Das Citybike kann nicht nur in der bequemen Stadtversion mit aufrechter Sitzposition (Foto), sondern auch als etwas sportlicheres Urbanrad daherkommen. Bild: www.pd-f.de/Mathias Kutt

Bad Soden/Göttingen. 4,35 Millionen Fahrräder wurden 2015 in Deutschland verkauft, 6,6 Prozent mehr als im Jahr davor. Doch Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad. Die folgenden fünf Typen hatten die größten Anteile im Verkauf:

Trekkingrad (33 Prozent Anteil): Zumeist weist ein Trekkingrad einen Rahmen aus Aluminium oder Stahl auf und fährt mit robusten Anbauteilen vor, die man vom Mountainbike her kennt. Dazu zählen eine grobe Bereifung, Federgabel, umfangreiche Gangschaltung und Scheibenbremsen. Dennoch verfügt das Trekkingrad über Licht, Schutzbleche und einen Gepäckträger.

Cityrad/Urbanrad (21 Prozent): Die Stadträder sind in ihrer einfachen Ausprägung so etwas wie die Brot- und Butterdrahtesel. Zu ihnen gehören auch Hollandräder und Tourenräder. Einfache und robuste Technik stehen im Vordergrund. Stahlrahmen und eine Rücktrittbremse verbauen die Hersteller hier oft. Ein Kettenschutz und Gepäckträger sind typisch. Den Basisvarianten reicht eine Nabenschaltung mit drei bis acht Gängen.

E-Bikes (12,5 Prozent): Grundsätzlich muss man zwischen Pedelec, S-Pedelec und E-Bike unterscheiden. Beim Pedelec ist der Motor nur in Betrieb, wenn getreten wird. Dann unterstützt er je nach Rad und Einstellung mit 25 bis 200 Prozent dieser Kraft bis 25 km/h. S-Pedelecs unterstützen in gleicher Weise bis 45 km/h; Nutzer brauchen ein Versicherungskennzeichen, einen Helm und einen Mofa-Führerschein. Von einem E-Bike spricht man streng genommen, wenn der Fahrer auch unabhängig von der Tretbewegung Gas geben kann. Je nach Leistung, sind Mofa-Kennzeichen und Führerschein Pflicht, ein Helm aber nicht.

MTB-Mountainbikes (10 Prozent): Ein grobes Reifenprofil und eine Federgabel sind Kennzeichen dieser geländegängigen Gattung. Ursprünglich dafür gedacht, abseits der Straßen gut vorwärts zu kommen, sind sie seit langem auch in den Innenstädten zu sehen. Dafür müssen sie aber unter anderem mit Licht ausgerüstet sein, um der Straßenverkehrsordnung zu entsprechen. Zur Grundausstattung gehört dies nicht. Für die Rahmen verwenden die Hersteller oftmals Aluminium oder Verbundstoffe aus Karbonfaser. Auch Versionen aus Stahl und Titan sind zu haben, umfangreiche Schaltsysteme typisch.

ATB-All Terrain Bikes (7,5 Prozent): Das sind in der Regel Fahrräder, die Mountainbikes ähneln, aber es von der Ausstattung und oft der Qualität her nicht sind. Sie verfügen aber über Licht und Schutzbleche und sind für den Straßenverkehr zugelassen. Zu finden sind sie oft im Angebot von Discountern und Baumärkten oder in Ausführungen für Jugendliche.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.