Heil:
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Als der gefeierte farbige Buchautor Sebastian Klein (Jerry Hoffmann) auf Lesereise in die ostdeutsche Provinz reist, empfängt ihn die braune Meute dort mit einem heftigen Schlag auf den Hinterkopf. Sebastian verliert das Gedächtnis und plappert fortan die braunen Parolen des Anführers der Neonazis (Benno Fürmann) nach. Der will endlich in Polen einmarschieren, vor allem, um seine angebetete Doreen zu erobern. Der Verfassungsschutz verzettelt sich derweil mit seinen V-Männern in der Szene und das Bildungsbürgertum zeichnet sich durch sinnentleerte Reden aus. Regisseur und Drehbuchautor Dietrich Brüggemann ("Kreuzweg", 2014) setzt in "Heil" zu einem satirischen Rundumschlag an, mal mit subtilem Witz, mal mit plumpen Kalauern. (dpa)

"Am grünen Rand der Welt": Nachdem die junge und eigenwillige Gutsbesitzerin Bathsheba (Carey Mulligan) erst den Heiratsantrag des grundehrlichen Schafzüchters Gabriel Oak (Matthias Schoenaerts) ablehnt und dann den des wohlhabenden und alternden Nachbarn William Boldwood (Michael Sheen), entscheidet sie sich ausgerechnet für den aufschneiderischen Offizier Frank Troy. Der liebt nicht nur eine andere, sondern stürzt Bathsheba auch ins Verderben. Der dänische Ex-Dogma-Regisseur Thomas Vinterberg ("Das Fest", "Die Jagd") verfilmt mit "Am grünen Rand der Welt" den gleichnamigen Roman von Thomas Hardy (1840-1928). (dpa)

"Senor Kaplan": Jacob Kaplan lebt in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays. Mit seinen 70 Jahren hat er noch immer keine Heldentat vollbracht. Kaplans Leben plätschert dahin, ohne dass etwas Besonderes passiert, da geht es ihm ganz ähnlich wie den meisten seiner Freunde aus der jüdischen Gemeinde. Jacob bekommt die Vergänglichkeit außerdem dadurch zu spüren, dass sein Augenlicht zunehmend schlechter wird. Als er aber eines Tages von dem Gerücht hört, dass sich ein deutscher Nazi an der Küste Uruguays herumtreibt, begibt sich Kaplan zusammen mit einem chaotischen Ex-Polizisten auf die Jagd. Die internationale Mission aber, die die beiden initiieren, ist gefährlicher als zunächst gedacht. (dpa)

"Station to Station": Doug Aitken ist ein international renommierter Multimedia-Künstler. In seiner Arbeit gehen Film und Musik, Architektur und Skulptur sowie Performance eine Synthese ein. Für sein Projekt "Station to Station" hat der US-Amerikaner eine Reise inszeniert, bei der ein Zug an 24 Tagen 4000 Meilen in den USA zurücklegt, vom Atlantik bis hin zum Pazifik. In entlegenen Orten macht der Zug dabei genauso Station wie in großen Städten. Ziel ist es, Musikern, Künstlern und Tänzern zu ganz besonderen Auftritten zu verhelfen. Einmalige Happenings, die in diesem Film in 62 jeweils eine Minute langen Clips festgehalten sind. "Station to Station" feierte seine Weltpremiere auf dem Sundance Film Festival 2015. (dpa)
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