Honda schickt den neuen NSX auf die Straße
Supersportler mit Stromschlägen

Kurz vor dem Abheben: In der Spitze erreicht der neue Honda NSX satte 308 Stundenkilometer. Bild: Honda

Der NSX war in seinem langen Leben von 1990 bis 2005 gewiss kein Bestseller für Honda. Für große Aufmerksamkeit sorgte der flache Supersportler mit Leichtbau und immenser Agilität dennoch. Jetzt geht die zweite Generation des Mittelmotor-Zweisitzers als Hybrid-Bolide an den Start. Im September kommen die ersten in der Performance Manufaktur von Honda in den Vereinigten Staaten gebauten NSX nach Deutschland.

Zum Stückpreis von 180 000 Euro, der allerdings vom optionalen Carbon-Paket oder der Sportbremsanlage über die 200 000-Euro-Marke getrieben wird. Knapp fünf Meter streckt sich der NSX in die Länge, in sanftem Radius liegt die flache Carbon-Dachkuppel über den Sitzen und dem durch die Heckscheibe sichtbaren 3,5-Liter-V6. Die Front ist an Aggressivität kaum zu überbieten, das Heck dominiert ein wuchtiger Diffusor. Eine leichte Rahmenkonstruktion aus Aluminium und hochfestem Stahl trägt die ebenfalls aus Aluminium und Carbon geformten Karosserieteile, 1763 Kilogramm wiegt der schnelle Honda.

Innen setzt sich der muntere Materialmix fort. Leder, Carbon und Leichtmetall dominieren. Das Neungang-Doppelkupplungsgetriebe wird nicht über einen Wahlhebel bedient, Rückwärtsgang, Automatikwahl und Parksperre werden über Tasten gesteuert. "Quiet" heißt das Programm, in dem sich der NSX sanft wie ein Schmusekater durch den Verkehr dirigieren lässt.

Das ändert sich in den Fahrprogrammen "Sport" und "Sport+" deutlich, der Honda fährt die Krallen aus und faucht mit vernehmlicher Stimme die Gerade entlang. Fuchsteufelswild wird er schließlich im Modus "Track". Dann sind alle Funktionen auf maximale Leistung und Effizienz getrimmt. Die Launch-Control ermöglicht den Sprint von 0 auf 100 km/h in kaum mehr als drei Sekunden. Das Potenzial resultiert aus der Kombination von insgesamt vier Motoren. Die Bärenkräfte des doppelt aufgeladenen V6 bekommen Unterstützung von drei Elektromaschinen. Sie werden vom Fahrdynamik-Computer unabhängig voneinander in Gang gesetzt. (mid)
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