Im Skigebiet Dachstein West ist für Abwechslung gesorgt - auf und neben der Piste
Gaudi kommt nicht zu kurz

Wer es etwas gemütlicher möchte, der wandert mit den Schneeschuhen durch die verschneiten Täler bei Russbach, Gosau, Annaberg oder Abtenau. Bilder: Armin Eger (5)
 
Breite, familienfreundliche Abfahrten gibt es im Skigebiet Dachstein West jede Menge. Bei den 140 Kilometern Pisten sind aber für Skifahrer und Snowboarder auch anspruchsvolle Strecken dabei.
Der Alpen-Sepp - Bigfoot-Rudi assistiert - legt das Maßband an, misst den Körperumfang. "Kaspressknödel sind in Ordnung. Ein kleiner Salat geht auch. Aber beim Schnitzel geben Sie die Pommes der Dame." Klare Ansage, aber nicht ernst gemeint.

Locker soll es im Skigebiet Dachstein West zugehen. "Gaudi pur - auf und neben der Spur", heißt es deswegen seit Saisonbeginn. Und vom 9. bis 16. März ist eine spezielle Gaudiwoche geplant. "Das heißt aber nicht Alkohol bis zum Abwinken, sondern es geht um Unterhaltung", sagt Franz Pölzleitner, Teamleiter im Tennengau. Und da haben Gosau, Russbach, Abtenau und Annaberg einiges zu bieten. Zunächst natürlich sportlich, mit 140 Kilometern Pisten. Skilehrer Flo Rettenegger empfiehlt die "Wilde Hilde", eine schwarze Abfahrt, die es in sich hat. "Rock-'n'-Roll" und "Donnergroll" seien auch nicht ohne, sagt der Chef der Skischule Freeride-Alpin. Als kleine Kostprobe zeigt er zudem einige Sprünge im Funpark. "Auch für Anfänger sind da leichte Sachen dabei." In Annaberg ist der zurzeit beste Slalomläufer Österreichs, Marcel Hirscher, zu Hause. An seinem Trainingshang ist eine Zeitmessstrecke aufgebaut. Daneben können Skifahrer oder Snowboarder ihre Geschwindigkeit testen. Einige Abfahrten und Aufstiege weiter wartet Skilehrer Martin Scherr mit interessanten Informationen im, wie er sagt, Herzstück des Skigebietes, der Zwieselalm. "Der höchste Punkt ist hier zwar nur 1620 Meter, aber wir haben auch wunderschöne Strecken abseits der Piste."
Scherr ist Experte, ausgebildeter Bergführer, und kennt sich bestens aus. In Kursen vermittelt er das Wichtigste beim Fahren im Gelände. "Ein Lawinenverschütteten-Suchgerät, eine Sonde und eine Schaufel müssen immer dabei sein, aber man muss auch wissen, was man damit macht." Denn sollte der Ernstfall eintreten, ein Lawinenabgang, seien die ersten 12 bis 15 Minuten entscheidend.


"In der Gaudiwoche bieten wir kostenlose Freeride-Sicherheitsschulungen, Renntraining und Freestyle-Schnuppern im Snowpark an", sagt Pölzleitner. Wer es ruhiger möchte wandert mit den Schneeschuhen durch die verschneiten Täler, nutzt die perfekt gespurten Langlaufloipen oder amüsiert sich beim Rodeln. Aber kein Urlaubstag ohne Einkehrschwung - und da hat Dachstein West urige Hütten, wie die Harreit-Alm, gelegen an der Piste hinunter nach Annaberg. Bei der Harreit-Resi gibt es "den besten Jagatee der Welt."
Auf der anderen Seite des Berges serviert Wirt Hans Hirscher in der Rottenhofhütte, die eine der 18 Hütten am Via-Culinaria-Genussweg ist, Almerer-Knödel mit Speck und Bergkäse (7,20 Euro). Kreiert hat die Spezialität ein Haubenkoch und die Küchenchefin vor Ort. In der Hütte warten auch Alpen-Sepp und Bigfoot-Rudi, diesmal als Sicherheitsleute verkleidet. "Wir wollen mal sehen, was hier so getrunken wird", sagt Sepp. Der Alkomat zeigt trotz Skiwasser 0,4 Promille an. "Seltsam, seltsam," kommentieren die Zwei. Noch ein paar Zauberkunststücke und sie sind weg. In der Gaudiwoche im März sind die Schauspieler aus Salzburg wieder da. "Es gibt sicher die eine oder andere Überraschung", verspricht Sepp, ganz nach dem Motto "Gaudi pur - auf und abseits der Spur".
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