"Knight of Cups": Ästhetik überzeugt, Geschichte größtenteils verwirrend
Bilderrausch ohne Handlung

Er meidet den roten Teppich, gibt kaum Interviews und keine Pressekonferenzen. US-Regisseur Terrence Malick ("The Tree of Life", "Der schmale Grat") lässt lieber seine Filme für sich sprechen. Und sein neuestes Werk hat auch eine eindeutige Botschaft. Das philosophisch-poetische Drama "Knight of Cups" handelt davon, wie der Mensch in seinem Leben den rechten Weg findet.

"Knight of Cups" ist ein assoziativer Bilderrausch. Der Protagonist, Drehbuchautor Rick (Christian Bale), treibt dabei durch sein Leben in Kalifornien und hat wechselnde Partnerinnen, darunter Natalie Portman ("Black Swan") und Cate Blanchett ("Cinderella", "Blue Jasmine"). Malicks in Videoclip-Ästhetik gedrehter Film wird am Ende aber zu einer etwas ermüdenden Predigt über Sinn und wahre Liebe - was den Zuschauer wahlweise ratlos, fasziniert oder genervt zurücklässt. Ähnlich mysteriös wie der Film um Hollywoods Glamour, Star-Kult und Glücksversprechen muss auch der Dreh gewesen sein, wie Bale bei der Premiere auf der diesjährigen Berlinale erzählte. "Terry hat mir nicht gesagt, um was es in dem Film geht. Der Film handelt von jemandem, der seine Träume und Sehnsüchte erreicht hat, aber trotzdem eine große Leere spürt", interpretierte Bale die Intention des Regisseurs. Und: "Es ist eine Ode an LA", sagte der Oscar-Preisträger.

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Regisseur: Terrence Malick - Mit Christian Bale, Natalie Portman, Cate Blanchett - Musik: Hanan Townshend - 118 Minuten - frei ab 6 Jahren - Im Internet: www.studiocanal.de/kino/knight_of_cups
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