Mit Volvo ist zu rechnen
Vorstellung neuer Volvo V90

Einen starken Auftritt legt der neue große Kombi von Volvo hin.

Vier mal 40, vier mal 60 und vier Mal 90. Das ist nicht unsere Kopfrechenaufgabe zum Wochenende, sondern das neue Volvo-Einmaleins.

Die Schweden räumen auf in der Pkw-Palette, bündeln ihre Modelle in drei Baureihen, der 40er, der 60er und der 90er. Und jede bekommt vier Derivate: Limousine, Kombi, SUV (XC) und Cross-Country, in Summe also 12 Modelle. Jüngstes Pferd im Stall: Der V 90.

Dieser Volvo steht in einer Ahnengalerie mit den erfolgreichsten Modellen von Volvo, seit 1953 der "Duett" den Ruf der Schweden als praktisch, sicher und ein wenig cool begründete - und er löst den V70 ab, der in den vergangenen 20 Jahren in drei Generationen den Kasten auf Rädern kultivierte. Der V90 ist ein Trumm Auto, verfehlt die Fünf-Meter-Marke nur um sechs Millimeter und ist mit Spiegeln mehr als zwei Meter breit. Sein Kofferraum schluckt 560 Liter, umgeklappt 1526 Liter auf topfebener Ladefläche. Innen herrscht aufgeräumte Klarheit. Bis auf zwei Lenkstockhebel nehmen wir kaum Bedienelemente wahr, denn fast alle Funktionen sind über den tabletähnlichen Zentralmonitor zu steuern. Das geht intuitiv und ohne lange Lektüre von Handbüchern.

Fährt (fast) selbst


Sicherheit gehört zu Volvo wie ABBA zu Schweden. Und so kommt der V90 schon in der Grundausstattung mit Notbrems-System daher, das nun neben Fußgängern, Radlern und motorisierten Verkehrsteilnehmern auch Wildtiere erkennt. Ein Kreuzungs-Bremsassistent verhindert Kollisionen mit dem Gegenverkehr beim Linksabbiegen. Dann gibt es noch den Gurtstraffer, der zupackt, wenn das Auto abfliegt und einen automatischen Spurhalter. In den Topmodellen helfen zusätzlich ein Stauassistent gegen Stress, und Pilot Assist II ermöglicht teilautonomes Fahren - allerdings muss immer eine Hand am Lenkrad sein.

Die Motorenpalette umfasst fünf Triebwerke, zwei Benziner und drei Diesel im Leistungsspektrum zwischen 150 und 320 PS. Standardmäßig treibt der V90 die Vorderräder an, optional ist Allradantrieb erhältlich. Der Einstieg in die V90-Welt beginnt mit dem Basis-Diesel D3 Kinetic (150 PS, 6-Gang-Schalter) ab 42 450 Euro. Ein T6-Benziner mit Allrad in der Top-Ausstattung Inscription, 320 PS und 8-Gang-Geartronic steht mit 64 500 Euro in der Preisliste. Der von uns gefahrene D5 mit Topdiesel und AWD (235 PS) brachte es dank diverser Ausstattungspakete auf rund 80 000 Euro. Auch das ist Premium.

Fährt (bald) elektrisch


Wie geht es in den kommenden drei Jahren weiter bei Volvo? Im kommenden Jahr startet die Erneuerung der 60er Reihe, beginnend mit dem Erfolgsmodell XC 60, und dann stehen neue 40er auf dem Programm, u.a. auch ein XC 40, der es mit Audi Q3 und BMW X1 aufnehmen soll. Dazu werden neue Antriebe entwickelt: Hybriden, aber auch reine Elektroantriebe mit Reichweiten bis mindestens 350 Kilometern. Mit Volvo ist also auch in Zukunft zu rechnen.
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