"Mülheim Texas":
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Helge Schneider hat zwar auf unbestimmte Zeit eine Bühnenpause eingelegt, auf die Leinwand schafft er es jetzt aber trotzdem. Die 90-minütige Dokumentation "Mülheim Texas - Helge Schneider hier und dort" versucht, sich dem Multitalent zu nähern, für das die Bezeichnung "Komiker" eigentlich zu kurz greift. Schneider ist vor allem Musiker (genauer: Jazzmusiker) und mindestens auch Schauspieler und Autor. Die abendfüllende Doku über den Künstler erinnert streckenweise an ein Roadmovie, das den Klamauk-Helden ("Katzeklo") auch auf melancholische Weise porträtiert. So erzählt Schneider, der im August 60 wird, warum er sich als Kind und Jugendlicher als Außenseiter fühlte. Zu viel will er aber nicht von sich preisgeben, er schätzt Geheimnisse. (dpa)

"Ex Machina": Programmierer Caleb gewinnt bei einem firmeninternen Wettbewerb einen Aufenthalt in der Villa von Konzernchef Nathan, der zurückgezogen und sehr schick in den Bergen lebt. Und der hat Besonderes vor mit seinem Gast: Caleb nämlich soll an einem Experiment teilnehmen, bei dem es darum geht, die Fähigkeiten einer künstlichen Intelligenz, in Form der wunderschönen Roboterfrau Ava, zu testen. Diese wird verkörpert von der Schwedin Alicia Vikander, Oscar Isaac ("A most violent Year") gibt den Firmenboss. "Ex Machina" ist das Regiedebüt des britischen Drehbuchautors Alex Garland ("The Beach", "28 Days later"). (dpa)

"Härte": Mit "Härte" erzählt Rosa von Praunheim die wahre und erschütternde Lebensgeschichte von Andreas Marquardt. Schon als Junge wurde er von seiner Mutter sexuell missbraucht, später wurde Marquardt brutaler Zuhälter und saß lange im Gefängnis. Mittlerweile hat er seinem früheren Leben den Rücken zugewandt und setzt sich für missbrauchte Kinder ein. "Härte" ist teilweise eine Dokumentation, in der Marquardt von seinem Werdegang berichtet. Gleichzeitig lässt Regisseur von Praunheim viele Sequenzen nachspielen: Katy Karrenbauer (TV-Serie "Hinter Gittern - Der Frauenknast") gibt die Mutter, Hanno Koffler ("Freier Fall") den vom Missbrauch traumatisierten Marquardt. (dpa)
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