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Keine Früchte, sondern Vögel: Kiwis in Neuseeland

Kiwis kennen viele als Früchte. Aber es leben Vögel in Neuseeland, die auch Kiwis heißen. In ihrer Heimat sind die Tiere sehr beliebt. Doch der Kiwi ist auch bedroht.

In einem sehr dunklen Raum raschelt es hinter einer großen Glasscheibe. Wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, kann man kleine, flinke Gestalten umherflitzen sehen. Sie sind etwa so groß wie ein Huhn.

Scheu und nachtaktiv


Im Orana Tierpark in Neuseeland kann man besondere Vögel erleben. Sie heißen Kiwis. Tierpfleger Leigh Percasky ist für sie verantwortlich. Sie seien sehr scheu und meist nur in der Nacht aktiv, sagt er. "Tagsüber verkriechen die Kiwis sich in kleine Höhlen, die sie in die Erde gebuddelt haben. Dort schlafen sie dann."

In der Natur sind Kiwis deshalb nur sehr selten anzutreffen. Im Tierpark wird ihnen aber tagsüber vorgegaukelt, es sei Nacht. Besucher können die Kiwis in abgedunkelten Tierhäusern beobachten.

Die braunen Vögel leben in der Natur nur in Neuseeland. Das Land liegt von Deutschland aus gesehen auf der anderen Seite der Welt. "Kiwis haben sich perfekt an das Leben in den Wäldern angepasst", sagt Tierpfleger Leigh. Der Kiwi ist ein Laufvogel. Seine Flügel sind verkümmerte, kleine Stummel und unter den struppigen Federn nicht zu sehen. Fliegen kann er nicht.

Das war vor langer Zeit kein Problem für den Kiwi. Denn vor vielen Hundert Jahren lebten in Neuseeland keine Menschen. Es gab dort auch keine Hunde, Hasen, Katzen oder andere Säugetiere, die den Kiwis am Boden gefährlich wurden.

Große Probleme


Heute aber hat der Kiwi große Probleme. Denn die Natur hat sich in Neuseeland sehr stark verändert. Als Menschen das Land besiedelten, brachten sie Tiere mit, die es dort bis dahin nicht gab. Hunde, Katzen und Hermeline zum Beispiel. Diese Tiere vermehrten sich schnell. Für die Kiwis und andere heimische Tierarten in Neuseeland sind sie eine große Bedrohung.

Tierschützer versuchen, ihnen zu helfen. Sie fangen zum Beispiel Feinde der Kiwis ein, wie Wiesel. Kiwis werden auch in Gehegen gehalten. Dort können sie ihre Eier legen und brüten. Später lassen Tierschützer die Kiwis in bestimmten Wäldern frei.
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