Nachrichten für Kinder
Malec mischt beim Futsal mit

Auch große Fußballstars haben früher mal Futsal gespielt. Bild: dpa
 
Malec spielt gerne Futsal. Bei den Bällen gibt es eine Besonderheit. Sie werden nicht so stark aufgepumpt. Bild: dpa

In manchen Ländern wird es schon lange gespielt: Futsal. Diese Sportart in der Halle ist so ähnlich wie Fußball. Die Sportler tricksen und dribbeln ohne Ende.

Draußen ist es eiskalt. Eine dicke Schneeschicht bedeckt den Fußball-Platz. Im Winter trainieren viele Fußballer in der warmen Halle - so wie die Jugendlichen des Vereins Hertha 06 Berlin.

Wer das Spiel ein paar Minuten beobachtet, merkt schnell: Die Jungs haben viele Tricks mit dem Ball drauf. Sie spielen lauter kurze Pässe, dribbeln ihre Gegner mit der Hacke aus. Oder sie lupfen den Ball über den Torwart ins Tor. Doch die Kinder in der Halle spielen nicht Fußball. Dieses Spiel nennt sich Futsal.

Kleinerer Ball


Zugegeben: Auf den ersten Blick ist der Unterschied nicht groß. Zwei Mannschaften, zwei Tore. Doch der Ball ist ein anderer. Er ist etwas kleiner als ein normaler Fußball. Außerdem springt er nicht so hoch auf.

"Der andere Ball verändert das Spiel", erklärt Malec. Der Bub ist zwölf Jahre alt. In seinem Verein spielen er und seine Mannschaftskollegen häufiger Futsal. "Man muss schneller passen und genauer schießen", sagt er. "Man muss gut mit dem Ball umgehen können." So entwickelt sich ein Spiel, das ein kleines bisschen anders aussieht als Fußball. Die Spieler sind öfter am Ball, sie tricksen und dribbeln viel. Außerdem geht alles recht schnell.

"In der Halle hat man viel weniger Platz als auf dem Rasen", sagt Malecs Mitspieler Basri. "Der Ball ist schnell weg, der Gegenspieler noch schneller da. Beim Futsal lernt man viele Dinge, die man auch beim Fußball braucht." Kurzpässe und Tricks zum Beispiel helfen auch beim Fußball. Beim Futsal wird der Ball oft mit der Fußsohle angenommen und schnell weitergespielt. Das kann man auch bei Fußball-Profis häufig beobachten.

Einige Profis spielten früher sogar selbst Futsal. Superstars wie Lionel Messi, Neymar und Cristiano Ronaldo gehören zum Beispiel dazu. Vielleicht haben sie ihr besonderes Ballgefühl auch dieser Sportart ein bisschen zu verdanken.

Informationen zu FutsalEine Mannschaft beim Futsal besteht aus fünf Spielern: vier Feldspieler und ein Torwart. Ein Spiel dauert zweimal 20 Minuten. Die Mannschaften spielen auf zwei kleine Tore, so wie beim Handball. Manche Futsal-Regeln sind so ähnlich wie beim Fußball. Manche sind aber auch ganz anders.

  • Die Mannschaften dürfen ihre Spieler zum Beispiel so oft auswechseln, wie sie wollen. Beim Fußball sind draußen auf dem Feld nur drei Wechsel pro Spiel erlaubt.
  • Bei Freistößen im Futsal haben die Spieler nur vier Sekunden Zeit weiterzuspielen. Sonst bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball. Beim Futsal geht also alles ziemlich schnell.
  • Auf Fouls sollte man beim Futsal besser verzichten: Es ist zum Beispiel verboten, von hinten oder von der Seite zu grätschen. Außerdem werden die Fouls jeder Mannschaft zusammengezählt. Hat ein Team zum sechsten Mal gefoult, bekommen die Gegner einen Strafstoß. Dabei dürfen sich keine Spieler als Mauer in den Weg stellen.
  • Ein anderer Unterschied hat mit dem Spielfeld zu tun. Beim Hallen-Fußball dürfen die Spieler in der Regel gegen die Banden am Rand spielen. Der Ball springt dann wieder zurück ins Feld. Beim Futsal gibt es hingegen eine Auslinie - so wie draußen auf dem Fußballplatz. An den Seiten gibt es aber keinen Einwurf, sondern Einkick.


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