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Mit dem Rucksack durch Australien

Désirée und Dario hatten auf ihrer Reise viel zu planen. Bild: dpa
 
Dario und Désirée erkundeten mit dem Auto Australien. Bild: dpa

Was will ich machen, wenn ich mit der Schule fertig bin? Das fragen sich viele junge Leute. Die einen studieren, andere fangen an zu arbeiten. Dario und Désirée machten sich auf eine lange Reise mit dem Rucksack.

Dario erinnert sich noch genau an den Abschied am Flughafen - letztes Jahr im Sommer. Für ihn und seine Freundin Désirée stand eine lange Reise bevor. Nun mussten sie sich von ihren Familien verabschieden.

Schwerer Abschied


"Unsere Eltern waren erst traurig. Sie sagten, es sei ein komisches Gefühl, wenn wir zum ersten Mal für ein halbes Jahr auf uns alleine gestellt sind", erzählt Dario. Er ist 19 Jahre alt, genau wie seine Freundin. "Désirées Eltern waren ziemlich geknickt und haben lange beim Abschied geweint."

Dann ging es los: Dario und Désirée stiegen ins Flugzeug Richtung Australien. Das ist ein großes Land, sehr weit von uns entfernt. Dort verbrachten Dario und Désirée sechs Monate. Warum möchte man so eine lange Reise machen?

Dario sagt, er wollte nach dem Abitur lernen, besser Englisch zu sprechen. Außerdem wollte er erleben, wie es ist, auf sich alleine gestellt zu sein. "Man lernt ohne Eltern und Familie zurechtzukommen und was es heißt, für eine längere Zeit Abschied zu nehmen", sagt er. So sehen das viele junge Leute. Lange Reisen ans andere Ende der Welt sind sehr beliebt. Weil sie nicht ständig einen Koffer mitschleppen wollen, nehmen viele einen großen Rucksack mit. Darum nennt man die Reisenden auch Backpacker (gesprochen: bäkkpäkker). Das Wort "backpack" ist englisch und heißt Rucksack.

Rucksack-Reisende müssen viel organisieren. Dario und Désirée kauften sich am Anfang des Urlaubs ein gebrauchtes Auto. Damit erkundeten sie nicht nur das Land. Sie schliefen auch auf Matratzen im Kofferraum. Besonders viel Geld hatten die beiden nicht dabei.

Sparsam lebenRucksack-Reisende müssen oft auf ihr Geld achten. Denn sie sind meist für längere Zeit unterwegs. Nicht immer haben sie vorher genug gespart. Und die ganze Zeit zu arbeiten, um Geld zu verdienen, klingt nicht so verlockend.

Auch die Rucksack-Urlauber Dario und seine Freundin Désirée wollten deshalb so wenig Geld wie möglich ausgeben. Das Sparen fing in Australien schon beim Einkaufen an: "Wir haben Toast für 80 Cent gekauft anstatt teures Brot", erzählt Dario. Désirée sagt: "Wir haben meist Reis oder Nudeln mit Gemüse gekocht, weil es am billigsten ist. Fleisch war ziemlich teuer."

Schließlich waren sie vorher noch zur Schule gegangen. Zwischendurch hieß es also Geld verdienen, zum Beispiel auf einer Farm. Dort mussten sie trotz Hitze stundenlang Erdbeeren pflücken. Das war ganz schön anstrengend. Nach nur einem Tag hörten sie mit dem Job auf. Der Lohn war nicht so hoch. Außerdem sei der Chef unfreundlich gewesen, erzählen die beiden.

Nette Leute


Trotzdem haben die zwei Reisenden viele schöne Erfahrungen in Australien gemacht. "Die Leute sind sehr nett, grüßen alle und fragen, wie es einem geht", sagt Dario. Ein Mann ließ die beiden sogar einige Tage kostenlos bei sich schlafen.

Mittlerweile sind Dario und Désirée wieder zurück in Deutschland. Genug vom Reisen haben sie aber noch nicht. Im Gegenteil: "Ich habe erkannt, dass ich ganz viel von der Welt sehen will später", erzählt Désirée. Spannend fände sie zum Beispiel Südafrika und Kanada.

AustralienDas Land Australien liegt Tausende Kilometer von uns entfernt. Ein Flugzeug bräuchte bis dahin ungefähr 22 Stunden, also fast einen ganzen Tag! Normalerweise machen die Flieger auf dem Weg einen Zwischenstopp in einem anderen Land. Australien ist riesig, 22 Mal so groß wie Deutschland. Es ist bekannt für seine vielen Tiere. In dem Land leben Kängurus und Koalas. Aber es gibt auch gefährliche Tiere dort wie Schlangen, giftige Spinnen und Haie.

Viele Urlauber zieht die tolle Natur an. Traumhafte Strände, karge Wüste, grüne Wälder - Australien hat für jeden etwas zu bieten.

Den Rucksack-Urlaubern Dario und Désirée gefiel es besonders gut auf Fraser Island (gesprochen: fräiser eiländ). Das ist die größte Sandinsel der Welt. Dort gibt es Dingos, das sind wild lebende Hunde. Im Wasser kann man Delfine sehen, wenn man Glück hat.
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