"National Gallery":
Ab 1. Januar im Kino

Der US-Filmemacher Frederick Wiseman hat der Londoner National Gallery eine rund dreistündige Dokumentation gewidmet. Klingt langweilig? Wer Wisemans Arbeiten über das Ballett der Pariser Oper oder die Eliteuni Berkeley kennt, der weiß, dass seine Dokus nicht nur bilden, sondern auch unterhalten. In dem ihm eigenen Stil ohne Kommentare und Interviews zeigt der Regisseur ausgestellte Bilder, Museumsbesucher beim Schauen, Führungen für Kinder und Erwachsene, Kunstkurse für Sehbehinderte, Diskussionen über Ausrichtung und Öffentlichkeitsarbeit der Galerie und die Arbeit eines Konservators. Natürlich muss man sich einlassen auf dieses Mosaik aus Eindrücken, langsame Schnitte und viel Stille. Wer möchte, dem erlaubt "National Gallery" einen tiefen Einblick in den Kunstbetrieb. ("National Gallery", Frankreich, USA 2014, 181 Min., FSK ab 0, von Frederick Wiseman, http://dpaq.de/xcVSJ) (dpa)

"Die Sprache des Herzens": Nach einer wahren Begebenheit erzählt dieser Film des Regisseurs Jean-Pierre Améris von Marie Heurtin. Das Mädchen wird im 19. Jahrhundert ohne Hörvermögen und auch ohne Augenlicht zur Welt gebracht. Maries Vater, ein einfacher Handwerker, sorgt dafür, dass das kleine Mädchen in die Obhut eines Klosters gelangt. Mit Hilfe der Schwester Marguerite gelingt es Marie schließlich über Blindenschrift und Gebärdensprache mit anderen Menschen zu kommunizieren. Immer wieder haben die beiden mit Rückschlägen zu kämpfen, die Liebe aber von Schwester Marguerite zu Marie Heurtin ist ungleich größer als alle Hindernisse. ("Die Sprache des Herzens", Frankreich 2014, 95 Min., FSK ab 6, von Jean-Pierre Améris, mit Brigitte Catillon, Isabelle Carré, Ariana Rivoire, www.sprachedesherzens-film.de). (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Filmkritiken / netzhaut (1432)12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.