Neuer kleiner Diesel mit 105 PS kommt jetzt auch im 3er zum Einsatz
Mazda glaubt an den Verbrennungsmotor

Den Mazda 3 gibt es jetzt auch mit einem 105 PS starken Dieselmotor, der sparsam, sauber, leise und durchzugsstark ist. Bild: Ascherl

Wenn Mazda, eine Marke, die ja gemeinhin für Fortschritt und Innovationen steht, das hohe Lied des Hubkolbenmotors singt, dann lohnt es sich, zumindest genauer hinzusehen.

"Der Verbrennungsmotor hat noch viel Potenzial", sagt der neue Geschäftsführer von Mazda Deutschland, Bernhard Kaplan, und verrät bei der Vorstellung des neuen Mazda 3 mit 105-PS-Diesel, dass man in Hiroshima die Entwicklung eines selbstzündenden Otto-Motors vorantreibt. In zwei Jahren soll dieses Triebwerk serienreif sein, das Mercedes einst als "Diesotto" bewarb. Dieser HCCI genannte Motor soll bei der CO2-Bilanz genauso gut sein wie ein Elektromotor und besser als ein Plugin-Hybrid. Soweit Zukunftsmusik. Sehr real ist der Mazda 3 Skyaktiv-D 105. Dessen Dieselmotor kommt dank eines extrem niedrigen Verdichtungsverhältnisses von 14,8 zu 1 und der damit verbundenen Abbrennung bei niederer Temperatur ohne SCR-Abgasreinigung oder NOx-Speicherkatalysator aus und erfüllt dennoch die Euro-6-Norm - und alle anderen weltweiten Vorschriften. Derart gerüstet, ist es Mazda sogar gelungen, den heimischen Markt vom Diesel zu überzeugen. Spielte der Selbstzünder auf der Insel bislang kaum eine Rolle, so liegt der Anteil bei Mazda-Fahrzeugen heute bei 43 Prozent.

Nur 3,8 Liter Verbrauch


Sein maximales Drehmoment von 270 Nm erreicht der 1,5 Liter große Motor zwischen 1600 und 2500 U/min. Die Höchstgeschwindigkeit des nur 1265 Kilo wiegenden Modells liegt bei 185 km/h. Laut Mazda soll er mit 3,8 Litern Diesel auskommen, was einem CO2-Ausstoß von 99 Gramm pro Kilometer entspräche. Das war bei ersten Testfahrten rund um Augsburg noch nicht zu überprüfen, wohl aber, dass der Motor sehr leise und vibrationsarm läuft. 105 PS sind nicht die Welt, so dass man bei flotter Gangart doch recht häufig schalten muss. Diese Arbeit nimmt einem die sehr angenehme 6-Stufen-Automatik gerne ab. Technisch lassen es die Japaner krachen: Mit Turbolader mit variabler Geometrie und Drehzahlsensor, wassergekühltem Ladeluftkühler, sehr fein zerstäubenden Injektoren und als besonderem Gag einem Natural Sound Smoother. Was das ist? Ein kleines Röhrchen im Kolben, das dort lustig schwingt und Lärm vernichtet.

In Deutschland ist der Mazda 3 mit kleinem Dieselmotor ab Juni für mindestens 23 190 Euro zu haben (Schrägheck). Die Limousine kostet 500 Euro mehr.
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