Suzuki erweitert sein Modellprogramm mit dem Baleno
Viel Auto für den Preis

Schick, komfortabel und sparsam präsentiert sich der neue Suzuki Baleno. Der kleine Japaner rollt ab 4. Juni zu den Händlern. Bild: Suzuki

Suzuki erweitert sein Modellprogramm. Der Baleno, ein bereits früher schon einmal verwendeter Name, rangiert über dem Swift, reiht sich mit seinen vier Metern aber immer noch im B-Segment ein. Und da will er auch kräftig punkten.

Raumangebot und ein flottes neues Motörchen sollen den Japaner auf die Erfolgsstraße hieven. Er bietet trotz des schräg gestellten Heckfensters auch den Hinterbänklern ausreichend Kopf- und Beinfreiheit sowie einen Kofferraum, der fast schon Kompaktklasse erreicht.

Recht schnittig steht er da. Der Baleno ist im wahrsten Sinne des Wortes kein Steil-, sondern ein Fließheckmodell. So ergibt sich eine coupéartige Linienführung. Und auch die Heckansicht strahlt mit der recht schmalen und nach vorne geneigten Verglasung sowie dem Dachkantenspoiler eine Sportlichkeit aus, die in dieser Klasse - und erst recht bei Viertürern - selten ist.

Die Linienführung geht keineswegs zu Lasten des Fonds. Die Berechnung des Gepäckabteils schließt allerdings das zugunsten einer ebenen Ladefläche beim Umklappen der Rückenlehnen durch einen Zwischenboden abgetrennte Unterfach mit ein. Die blau illuminierten Rundinstrumente mit ihrer feinen Skalierung sind gefällig gestaltet, das zugunsten des Raumgewinns recht steil stehende Armaturenbrett wirkt unterschäumt, ist aber ansehnliches Hartplastik.

Mit dem neuen 1,0-Liter-Dreizylinder namens Boosterjet kann der Suzuki seinem äußeren Auftritt erstaunlich gerecht werden. Das Turbo-Triebwerk mit Direkteinspritzung leistet 111 PS und liefert zwischen 2000 und 3500 Umdrehungen in der Minute (U/min) ein ordentliches Drehmoment von 170 Newtonmetern. Schon ab 1500 Touren, wenn bereits 90 Prozent davon auf der Kurbelwelle landen, schiebt der Baleno flott nach vorne.

Dabei weiß er auch in fast allen übrigen fahrdynamischen Belangen zu gefallen. Die Lenkung ist präzise. Nur ganz selten zeigt der Wagen Anstalten, über die Vorderräder schieben zu wollen. Und 200 km/h Höchstgeschwindigkeit sind im Kleinwagensegment ein echtes Wort. Die Schaltgassen des Fünf-Gang-Getriebes liegen eng beisammen. Dennoch wirkt die Gassenführung etwas schwammig. Der Motor arbeitet für einen Dreizylinder erstaunlich leise und sanft und outet sich erst ab etwa 4000 U/min durch das bauarttypische Röhren, das aber nie aufdringlich daherkommt.

Wer im Baleno Fahrspaß erleben möchte, der muss allerdings zur höchsten der drei Ausstattungsstufen sowie zu 17 990 Euro greifen. Dem Spaßfaktor hat Suzuki auf der anderen Seite den Sparfaktor gegenübergestellt. Alternativ gibt es nämlich den aus dem Swift bekannten und 90 PS starken 1,2-Liter-Vierzylinder. Er wurde nicht nur im Detail für den Baleno verfeinert, sondern kommt - auch dies leider nur in der Topausstattung - als Mildhybrid daher.

Der in Indien gebaute Baleno kommt am 4. Juni in den Handel und startet bei 13 790 Euro inklusive Klimaanlage, aber nur im Ganzen umklappbarer Rückenlehne. Darüber ist der Club angesiedelt, der unter anderem Sitzheizung vorne, Lederlenkrad, den doppelten Kofferraumboden und CD-Radio mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung mitbringt.

Die Topausstattung Club ist dann bis auf die 450 Euro teure Metalliclackierung und die optionale Automatik (1500 Euro) komplett. An Bord sind beispielsweise Notbremsassistent und adaptiver Tempomat sowie Navi, Smartphone-Anbindung via Apple Carplay und eine Rückfahrkamera. Der Bordcomputer mit LCD-Farbdisplay geizt dabei auch nicht mit Spielereien wie Drehmoment- und G-Force-Anzeige.
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