Team gegen Terror-Cyborg

Im Kampf gegen Ultron (von links): Hulk (Mark Ruffalo), Captain America (Chris Evans), Thor (Chris Hemsworth), Iron Man (Robert Downey Jr.), Black Widow (Scarlett Johansson), und Hawkeye (Jeremy Renner). Bilder: Marvel/Walt Disney

Wenn Robert Downey Jr., Chris Evans und Scarlett Johansson gemeinsam in Superheldenkostüme schlüpfen, dann kann man was erleben. So auch in "Age of Ultron", der Fortsetzung der erfolgreichen Marvel-Comic-Adaption "The Avengers".

Sie sind das ultimative Traum-Team im bunten wie weiten Universum amerikanischer Superhelden: Die "Avengers" aus dem Hause Marvel, die 2012 in einem eigenen Film die Welt vor dem Untergang bewahren durften. Fast auf den Tag genau drei Jahre nach diesem ersten Spektakel kommt nun die Fortsetzung ins Kino. Erneut sind Helden wie Iron Man, Hulk, Captain America und Thor mit dabei. Und die meisten Fans dürfte es freuen, dass sich weder am Regie-Pult (Joss Whedon), noch bei der Besetzung der Hauptdarsteller etwas getan hat: So schlüpft Scarlett Johansson erneut ins schwarze Kostüm der Black Widow, verwandelt sich Mark Ruffalo erneut in den grünen Riesen Hulk, darf Jeremy Renner ein weiteres Mal als Hawkeye seinen Bogen spannen.

Ein mörderischer Plan

Kaum durchatmen lässt einen die Eingangssequenz - die Avengers in Osteuropa, im fiktiven "Sokovia" beim Kampf gegen einen Baron von Strucker (der Deutsche Thomas Kretschmann) - die aber zeigt, dass unsere Helden noch in Form sind. Dass sie es kurz darauf mit einer künstlichen Intelligenz namens Ultron, ins Leben gerufen ausgerechnet von Avengers-Mastermind Tony Stark, zu tun bekommen und sie dabei weit schlechter aussehen, lässt sich da noch nicht erahnen. Ultron wird unterstützt von einem so skurrilen wie gefährlichen Zwillingspaar, Bruder und Schwester, Quicksilver und Scarlet Witch. Ultron, der aussieht wie eine Kampfmaschine aus "Terminator", ist auf einer teuflischen Mission: Die Erde will er von der Menschheit befreien. Klar, dass die Avengers, die im ersten Teil von 2012 New York gegen Aliens verteidigten, ihm dies nicht gestatten.

Superheldenfilme sind oft Spektakel, die von einer Effektsequenz zur nächsten jagen, ohne viel auf Figurenentwicklung, Dialoge und darstellerische Finesse zu geben. Die "Avengers" aber leben auch im zweiten Teil vor allem von den schauspielerischen Leistungen so talentierter Darsteller wie Samuel L. Jackson, Ruffalo oder Downey Jr., von gewitzten, tatsächlich originellen Dialogen und einem Zusammenspiel, das immer wieder für Lacher sorgt. So in einer wunderbaren Szene, in der fast alle Avengers der Reihe nach probieren, Thors mächtigen Hammer hochzuheben, um daran zu scheitern. Zum ohnehin tollen Darsteller-Ensemble gesellen sich Elizabeth Olsen, Paul Bettany, Andy Serkis und Julie Delpy.

Düsterer Tonfall

Actionfreunde indes müssen sich nicht sorgen, auch diesmal geht's ordentlich zur Sache, der Kampf gegen Ultron verlangt von den Avengers vollsten Einsatz. Bisweilen wandelt sich die Leinwand zum imposanten Schlachtengemälde, insgesamt ist der Ton düsterer als beim Vorgänger, erinnert fühlt man sich an Christopher Nolans Batman-Trilogie. Die "Avengers" haben bereits beim ersten Teil bewiesen, dass man mit Action, Humor, Gefühl und intelligenten Dialogen auch 140 Minuten füllen kann. Mit Einschränkungen gilt das auch für die Fortsetzung.

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Regie: Joss Whedon - Mit Robert Downey Jr., Chris Evans, Mark Ruffalo, Samuel L. Jackson, Chris Hemsworth, Cobie Smulders, Elizabeth Olsen, Aaron Taylor-Johnson, Paul Bettany, Andy Serkis - Musik: Danny Elfman, Brian Tyler - 141 Minuten - frei ab 12 Jahren
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