Tesla verlangt von Neukunden Gebühren
Ärger im Lade-Paradies

Ab 2017 müssen Tesla-Neukunden Gebühren fürs Laden an den firmeneigenen Superchargern zahlen. Bild: Tesla

Ärger im Lade-Paradies

Für Tesla-Fahrer herrschen fast paradiesische Umstände, wenn es um das schnelle Strom-Nachtanken unterwegs geht. An den bislang 4600 "Superchargern" weltweit laden sie schneller als alle anderen E-Auto-Fahrer. Und darüber hinaus ist der Strom sogar gratis - bis jetzt. Denn vier Jahre nach der Einführung der Tesla-eigenen Infrastruktur will das Unternehmen von Neukunden künftig Gebühren kassieren. Bestandskunden sind dagegen nicht betroffen.

"Wir haben unser Netzwerk so konzipiert, dass alle Kunden Zugang zu einer nahtlosen und komfortablen Lademöglichkeit haben, wenn sie fernab von Zuhause unterwegs sind, denn unsere Absicht war es immer, Supercharger als Lösung für die Langstrecke anzubieten", schreibt der Hersteller im Tesla Blog, dem Internet-Sprachrohr der Kalifornier. Nun aber sei eine "Änderung zur bisherigen Supercharger-Ökonomie" notwendig. "Auf dem Weg zur Markteinführung des Tesla Model 3 ermöglicht uns dieses Update eine große Erweiterung unseres Netzwerks."

Und welche Änderungen gibt es konkret? Kurz und knapp: Der Freistrom ist für Tesla Fahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2017 bestellt werden, limitiert. 400 kWh freie Supercharger Credits jährlich sind inklusive, was für mehr als 1600 Kilometer reichen soll. Wer mehr Energie zapft, muss zahlen. Und wieviel? Dazu schweigt sich Tesla bisher aus. "Klein" sollen die Gebühren sein, und "zeitabhängig und je nach regionalen Stromkosten variieren". Die Gebühr werde stufenweise berechnet - und weniger kosten, als das Auftanken eines vergleichbaren Verbrenners. (mid)
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