Vorsicht mit den vier Ringen
Vorstellung neuer Audi Q5

Ganz vorsichtig hat Audi den Q5 erneuert, der im Januar in den Handel kommt. Bild: Audi

Wenn ein Erfolgsmodell erneuert wird, darf es sich formal nicht allzu sehr vom Vorgänger unterscheiden. "Den Kunden mitnehmen", sagen Designer und Marketing-Spezialisten dazu. Audi geht diesen Weg mit dem neuen SUV Q5.

Das hat sich seit 2008 insgesamt 1,6 Millionen Mal verkauft, der Nachfolger strebt nach Höherem. Eleganter ist der Q5 geworden. Vorne spielen Grill und Scheinwerfer mit Radien und Kanten, auch die Lufteinlässe sind nicht mehr oval, sondern beinahe schon verspielt geformt. Sehr auffällig ist die Seitenlinie des Q5 gelungen. Mit dem sanften Schwung nach der C-Säule lehnt sie sich deutlich an die Personenwagen-Version, den A5 an. Das Heck wirkt stämmig, die Rückleuchten sind mit LED-Technik bestückt. Die beiden Auspuffendrohre werden im unteren Teil des Stoßfängers integriert, der wie ein Diffusor geformt ist.

Größer und leichter


Der Q5 hat verglichen mit seinem Vorgänger in fast allen Dimensionen zugelegt. Er ist 4,66 Meter lang, 1,89 Meter breit und 1,66 Meter hoch. Der Radstand misst 2,82 Meter. Trotzdem hat er an Gewicht verloren. Konsequenter Leichtbau mit Aluminium und hochfesten Stählen senkt seine Gesamtmasse je nach Version um bis zu 90 Kilogramm.

Innen herrscht bekannter Audi-Standard mit wohlgeformten Sitzen (die auf Wunsch mit einer Massagefunktion ausgestattet werden können) und einer klar strukturierten Schalttafel, die ihrem Namen kaum mehr Ehre macht. Die meisten Funktionen und Kontrollen werden über das Bediensystem MMI gesteuert. Dessen zentraler Drehsteller sitzt auf der Mittelkonsole, direkt hinter dem neuen Touchpad, über das Adressen per Schrift ins Navigationssystem eingegeben werden können. Eine Sprachbedienung ist ebenfalls im Angebot. Der schlanke Farbmonitor schwebt nun leicht erhaben über dem Armaturenbrett, um gut zwei Zoll ist er gewachsen und wem diese Größe nicht reicht, der kann sich die Wegweisungskarten auch auf das optionale TFT-Display im Instrumententräger einspielen lassen, das üblicherweise Tacho und Drehzahlmesser virtuell und quasi analog darstellt. Neu ist außerdem ein Head-Up-Display im neuen Q5.

Die dreigeteilte Rücksitzlehne ist in drei Segmente geteilt und macht so den Laderaum variabel, kann zudem in verschiedenen Neigungen justiert werden. Die gesamte Sitzanlage lässt sich auf Wunsch auch längs verschieben. Je nach Position bietet der Gepäckraum 550 bis 610 Liter Volumen, das sind zehn Liter mehr als bisher. Maximal passen 1550 Liter in den Kofferraum, die Heckklappe öffnet und schließt auf Wunsch elektrisch und kann mit Gesten bedient werden. Eine Ladefunktion der ebenfalls optional angebotenen Luftfederung senkt den Q5 auf das niedrigst mögliche Niveau ab und erleichtert so das Beladen.

Spitzendiesel erstarkt


Vier Diesel, davon ein V6 mit 20 PS und 40 Nm mehr als bisher (620 Nm) und ein TFSI Benziner stehen für den neuen Q5 zur Wahl. Die Vierzylinder-Selbstzünder mit zwei Liter Hubraum leisten 150 PS, 163 PS und 190 PS. Der V6-TDI bringt mit drei Liter Hubraum auf 286 PS, der ebenfalls weiterentwickelte 2.0 TFSI schafft 252 PS. Er soll sich nach Norm mit 6,8 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer begnügen, das entspricht 154 g/km an CO2.

Für spürbar mehr Agilität und besseren Federungskomfort sorgen die neu entwickelten Fünflenker-Achsen und die elektromechanische Servolenkung. In den Handel kommt der neue Q5 im Januar 2017. Zunächst gelingt der Einstieg in Audis SUV-Mittelklasse bei 45 100 Euro für den Q5 2.0 TDI quattro S tronic mit 163 PS. Im Lauf des Jahres wird dann das eigentliche Basismodell mit 150 PS nachgelegt. Das kostet dann ohne Allradantrieb, Automatikgetriebe und mit geringerer Leistung etwa 37 000 Euro.
Weitere Beiträge zu den Themen: Audi (53)Auto und Verkehr (447)Audi Q5 (1)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.