Weitere Filmstarts

"Worst Case Scenario": Als die Produzentin unmittelbar vor Drehbeginn den Film über deutsche Fans bei der Fußball-EM in Polen abbläst, ist Regisseur Georg (Samuel Finzi) wild entschlossen, das Projekt allein durchzuziehen. Davon lässt er sich auch nicht abbringen, als ihm nach und nach immer mehr Crewmitglieder abspringen. Er greift im Film wie in der Realität auf reale Fans, Campingurlauber und drittklassige polnische Schauspieler zurück - und scheitert kläglich mit seiner obsessiven Idee, einen dokumentarischen Arthouse-Film zu machen. Und dann kommt auch noch seine Ex-Freundin und Aushilfskostümbildnerin Olga (Eva Löbau) mit einer unangenehmen Neuigkeit. Regisseur Franz Müller soll sein ursprüngliches Filmprojekt tatsächlich kurzfristig geplatzt sein. Ein ungewöhnlicher Film im Film, der sich zur Beziehungsstudie entwickelt. (dpa)

"Men & Chicken": Nach dem Tod ihres Vaters erfahren Elias und sein Bruder Gabriel, dass sie adoptiert sind. Die Suche nach ihrem Erzeuger führt die beiden ungleichen Brüder auf die verlassene Insel Ork, wo zwar kaum Menschen, dafür aber umso mehr Hühner wohnen. Dort treffen sie auf einem verwahrlosten Anwesen auf ihre drei Halbbrüder, die ihnen nicht gerade einen freundlichen Empfang bereiten. Der dänische Regisseur Anders Thomas Jensen ("Dänische Delikatessen") inszeniert erneut eine groteske Komödie, dieses Mal unter anderem mit Mads Mikkelsen ("Casino Royale") und Nikolaj Lie Kaas ("Erbarmen"). (dpa)

"Ich seh Ich seh": Gewissheiten im Leben gibt es kaum. Umso verstörender, wenn selbst in der Familie nichts sicher und verlässlich ist. Im Psychodrama "Ich Seh Ich Seh" zweifeln die Zwillinge Elias und Lukas an ihrer Mutter, die mit einem Gesichtsverband aus dem Krankenhaus zurückgekommen ist. Sie sind überzeugt: Hinter den weißen Mullbinden verbirgt sich eine Fremde. Keine Spur mehr von den Zärtlichkeiten früherer Zeiten. Stattdessen Strenge und Kälte. Verzweifelt wollen die Brüder die unheimliche, böse Frau mit der furchterregenden Mullmaske entlarven. Ihre drängendste Frage: "Wo ist unsere Mutter?" Die Österreicher Veronika Franz und Severin Fiala haben das beklemmende Psychogramm einer Familie ohne Drehbuch inszeniert. (dpa)

"Liebe auf den ersten Schlag": Arnaud greift seinem Bruder nach dem Tod des Vaters im Familienbetrieb unter die Arme. Eines Tages steht er Madeleine gegenüber, die sich mit einem harten Überlebenstraining auf das Ende der Welt vorbereitet. In einem Demonstrationskampf über Selbstverteidigung streckt das hübsche, aber schroffe Mädchen Arnaud nieder. "Liebe auf den ersten Schlag" von Thomas Cailley handelt von einer Romanze zwischen zwei jungen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Spielfilmdebüt des Franzosen, in dem die Jungschauspieler Adèle Haenel und Kévin Azaïs die Hauptrollen spielen, wurde 2014 beim Filmfest in Cannes in einer Nebenreihe mehrfach ausgezeichnet. (dpa)
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