Botanischer Garten in Prag
Sumpf, Wüste und Blumenmeer

Der im Jahr 1997 eröffnete Japanische Garten (Japonská zahrada) ist ein Besuchermagnet - mit Ruhezone zum Meditieren. Bilder: Portner (3)
 
Nordamerikanische Steppenlandschaft mit Blumen und Gehölzen.

Seltene Gehölze, Palmen, schwarze Pfingstrosen, Weinreben und quakende Frösche im Sumpf. Wer sich in Prag etwas vom Zentrum entfernt, wird im Botanischen Garten mit exotischen Düften und einem Farbenrausch belohnt.

Prag. Der Botanische Garten in Prag ist ein Eldorado für Hobbygärtner. Er liegt am rechten Moldau-Ufer in der Nähe des Barockschlosses Troja und des Zoos (Praha 7). Wer nicht mit dem Auto kommt, steigt am besten bei der Bushaltestelle Kovarna aus. Denn beim Aufstieg durch den Weingarten hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Schloss bis hin zur Prager Burg. Der Garten bietet beinahe 30 Hektar gepflegte Ausstellungsfläche inklusive des historischen Weinbergs Hl. Klara und des tropischen Glashauses "Fata Morgana", das mit drei Klimazonen begeistert. Um den gesamten Bereich kennen zu lernen, sollte man sich einen ganzen Tag lang Zeit nehmen und bequeme Schuhe wählen.

Erst seit April 2011


Wir haben diesmal nur Karten für das Freigelände gelöst und lassen uns ein auf Sumpf, Wüste und Blumenmeer. Derzeit ist es die Pfingstrosen-Wiese (Pivonková louka) welche die Besucher anzieht. Sie gehört zur umfangreichsten Sammlung dieser unverwüstlichen Pflanzen in ganz Tschechien. Der Ornamentale Garten (Ornamentální zahrada) ist seit 1992 für Besucher zugänglich, während der Japanische Garten (Japonská zahrada) und die Ausstellung der Flora des Mittelmeerraums und der Türkei (Expozice flory Stredomorí a Turecka) 1997 eröffnet wurden. Die weiteren Bereiche sind erst seit April 2011 zugänglich. Dazu gehört der Hang (Strán) mit Steppen-Gehölzen und interessanten Blüten. Ins Auge fallen die drei eisernen Kunstwerke, darunter die unendliche Rohrleitung (Archimedon).

Die immergrünen Gehölze und Schattengewächse bilden eine einzigartige Sammlung von Pflanzen, die im Unterholz in den Laubwäldern Europas, Asiens und Amerikas vorkommen. Liebhaber freuen sich über die winterfesten Kakteen der nordamerikanischen Halbwüste und auch über viele ausdauernden Gewächse und Nadelbäume. Im Sumpf (Mokrad) und am See legen die Frösche im Frühling ihren Laich ab. Nicht nur Kinder bestaunen die riesige bronzene Frosch-Skulptur, die quasi "über den Teich fliegt". Hier wachsen Wasser-, Sumpf- und fleischfressende Pflanzen. Vor allem im Sommer ist die nordamerikanische Prärie (Severoamerická prérie) sehenswert, die eine große Vielfalt ausdauernder Gewächse umfasst. Die Waldbiotope Ostasiens und Nordamerikas wurden durch eine Kräuterwiese ergänzt.

Vielfalt im Weinberg


Der Botanische Garten in Troja verwaltet auch den denkmalgeschützten Weinberg der hl. Klara (Vinice sv. Kláry) mit Kapelle. Dieser Weingarten am warmen Südhang besteht wahrscheinlich schon seit dem 13. Jahrhundert und besticht durch die Vielfalt der Weinreben. Dem Besucher wird das Sortiment aller Mostsorten vorgestellt, die in Tschechien genehmigt sind, dazu kommen etwa fünfzig verschiedene Tafeltrauben. In der Vinothek, unten am Weinberghäuschen, kann man alle hiesigen Weine kosten und kaufen. Von hier ist es nicht weit bis zum Linienbus 112!

EintrittEintrittspreis für Außengelände inklusive "Fata Morgana" (in der Klammer nur Außengelände): Erwachsene 150 Kronen (85); Senior ab 60 Jahren, Studenten und Kinder 6 bis 15 Jahre 75 Kronen (45); Familien 375 Kronen (215).

Zu erreichen: U-Bahn Linie C, Straßenbahn 5, 12, 15 bei der Haltestelle "Nadrazi Holesovice" in den Bus 112 umsteigen, dann bis zur Haltestelle Kovarna oder Botanicka zahrada Troja. (ptr)
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